Kanada Roadtrip VI: Whistler und die Joffre Lakes

Puh, heute ist es wieder sau heiß, aber super, denn nun beginnt der eher entspannte Teil des Urlaubs. Heißt es stehen keine großen Wanderungen mehr an, sondern eher Schlendereien.

Die Schlenderei gehen wir heute in Whistler an und brechen daher nach dem Frühstück und nach dem Einchecken auf den Camping auf. Die Fahrt von Pemberton, wo wir campen werden, bis Whistler dauert ca. 40 Minuten.

Whistler:

Whistler ist eine tolle Stadt und absolut auf Mountainbiker und Wintersportler ausgelegt. Aber auch im Sommer hat sie Stadt einiges zu bieten.

Zunächst sind wir durch die Stadt geschlendert, unser Ziel für heute war es mit den verschiedenen Liften auf den Whistler und Blackcomb Mountain zu fahren. Denn auch im Sommer haben viele Lifte geöffnet.

Übersicht der Gondeln:

Es gibt verschiedene Wege mit der Gondel auf die Berge zu kommen. Hier eine Übersicht der der Strecken:

Tickets haben wir uns an der Blackcomb Station geholt. Pro Person kostet es 59 CAD. Zwar teuer, aber das war es wert!

Achtung: Die Gondeln haben Öffnungszeiten, hier ein Foto von dem aktuellen Sommer Guide 2017:

Wir haben die „Whistler Village Gondola“ genommen, dies ist ein Kabinenlift. Oben angekommen hat man die Möglichkeit nach rechts zu laufen und mit dem „Peak Express“ Sessellift bis nach ganz oben zu fahren oder  nach links zu laufen zur „Peak 2Peak“ Bahn.
Hier erst mal ein paar Bilder von der Ankunft mit der Whistler Village Gondola:

Wir sind zunächst nach rechts  zur „Peak Express“ gelaufen. Ganz oben angekommen gibt’s viele tolle Fotomöglichkeiten. Besonders toll fanden wir den Weg, der geradeaus von der Ankunft runter geht, denn dort sind links und rechts riesige Schneewände!


Generell hat man von dort den besten Blick rund herum. Von daher auf jeden Fall auch mit dem Peak Express hoch fahren.

Den gleichen Weg geht’s mit dem Sessellift wieder runter und wir gehen zur Peak2Peak Bahn. Man kann sich entweder für die normale Gondel anstellen oder der mit Glasboden. Wir haben die normale Gondel genommen, denn auf die andere hätten wir 40 Minuten warten müssen. Meiner Meinung nach sieht man auch in der ohne Glasboden super.

Von der Peak2Peak Bahn sind wir dann schließlich wieder ins Tal gefahren. Wir reden noch darüber das jetzt ein Bär unter dem Lift herlaufen könnte und was passiert?! Ein Bär!! Genau unter uns im Sessellift! Toll! 🙂

Camping:

Standort: Nairn Falls Provincial Park
Kosten: 22 CAD (Feuerholz haben wir umsonst dazu bekommen, da wir 2 Nächte geblieben sind)

Eigentlich wollten meine Eltern und Schwester am nächsten Tag einen Paragliding Flug machen, nur leider wüten irgendwo Brände, sodass der Luftraum für Helis freibleiben musste. Schade!
Alternativ haben wir uns daher eine Wanderung in der Nähe rausgesucht und sind fündig geworden. Vom Pemberton ca. 30 Minuten entfernt liegen die Joffre Lakes, die sich laut Beschreibung klasse angehört haben.

Joffres Lake Trail:

Länge: 8 Kilometer (kein Rundweg)
Dauer: 2,5 Stunden (reine Gehzeit)
Höhenmeter:  471 Meter
Start: Parkplatz Joffre Lakes

Die Joffre Lakes scheinen kein Geheimtipp mehr zu sein, der Parkplatz war bis auf den letzten Platz gefüllt und auf der Wanderung begegnet man auch einer Menge Leute. Was wieder rum für mich bedeutet, dass ich keinen Schiss vor Bären haben muss, klasse! Auch wenn es recht voll war, lohnt sich die Wanderung!

Die Joffre Lakes bestehen aus gesamt drei Seen: Dem Lower, Middle und Upper Lake, da war jemand ganz kreativ bei der Namensgebung 🙂

Den ersten See erreicht man schon nach ca. 400m auf einem geraden Stück:

Zum Middle Lake dauert es ca, 1,5 Stunden für knapp drei Kilometer. Der Weg ist super ausgebaut, nur phasenweise sehr steil. Einige treppenartige Gehhilfen wurden bereits erbaut.
Der Weg zum Middle Lake:

Oben angekommen hat man einen super Blick auf den Middle Lake und vor allem den Gletscher dahinter. Durch die vielen Tannen zwischen dem Gletscher und See ist es mal wieder eine typische kanadische Kulisse:

Thomas hat hier seine Drohne steigen lassen, phantastische Bilder:

Zum Upper Lake läuft man einen weiteren Kilometer. Auch dieser Weg ist steil und man überbrückt mehrfach riesige Steine. Von hier sieht man nun den See und den Gletscher, aber keine Tannen mehr. Wer mutig ist kann übrigens auch schwimmen, aber das Wasser ist aaarsch kalt!

Auf demselben Weg geht es wieder zurück. Die Wanderung war spitze und die Anstrengung hoch lohnt sich!

Am nächsten Tag endet unser Roadtrip und es ist Zeit nach Vancouver aufzubrechen. Hier geht’s zum Artikel „Kanada Roadtrip VII: Meine Lieblingsstadt Vancouver“.

Ihr braucht einen Gesamtüberblick über unsere Route?
Mit dem Wohnmobil durch Westkanada: Route, Campingplätze & Sehenswertes

Bis bald,
Thomas & Julia

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