Kanada Roadtrip VII: Meine Lieblingsstadt Vancouver

Von unserem Campingplatz in Pemberton brechen wir Richtung Vancouver auf. Heute ist unsere letzte Nacht im Wohnmobil. Da wir von der Wohnmobilvermietung noch eine gratis Übernachtung bekommen haben, haben wir uns den nächsten Campingplatz in Vancouver rausgesucht, um am Abgabetag möglichst nah dran zu sein.

Hier geht es zum vorherigen Artikel „Kanada Roadtrip VI: Whistler und die Joffre Lakes“.

Für heute steht North Vancouver auf dem Plan, denn wir kommen aus dem Norden und müssen auf dem Weg nach Burnaby eh da durch. Mit Auto kommt man zu den beiden Zielen auch besser.

Erster Stopp: Cypress Mountain Lookout

Zum Cypress Mountain Lookout kommt man ganz leicht vom Highway 1 bzw. 99 aus Whistler kommend. Von der Ausfahrt 8 „Cypress Mountain“ aus sind es ca. 10 Kilometer zum Aussichtspunkt.

Was euch erwartet ist ein super Ausblick auf Vancouver, vor allem dem Stanely Park und Downtown. Wir hatten eins a Wetter und daher einen freien Blick:

Weiter hoch sind wir nicht gefahren, da wir zu einer bestimmten Zeit am Camping sein mussten.

Zweiter Stopp: Lynn Canyon

In North Vancouver ist die Capilano Supsension Bridge sehr bekannt und wird überall beworben. Ich war damals drei Wochen zum Sprachkurs bereits in Vancouver und meine damalige Gastfamilie hat mir den Lynn Canyon empfohlen. Denn auch hier geht eine Hängebrücke drüber, wobei es aber umsonst ist. Die Capilano Bridge kostet nämlich um die 44 CAD. Thomas war dort schon mal, er sagt, dass die zwar doppelt so lang ist, aber die Kosten nicht gerechtfertigt sind. Also haben wir kurz am Lynn Canyon gehalten:

Von dort sind wir dann schon zum Camping mitten in Burnaby. Nun ist es vorbei mit idyllischen Plätzen, denn hier steht man Camper an Camper durch eine Hecke getrennt. Neben der Picknick Pack liegt derAbwasser- und Scheißschlauch des Nachbars… Furchtbar, aber für die letzte Nacht und umsonst ist das super.

Heute können wir duschen bis wir schrumpelig werden, denn es gibt Wasser und Stromanschluss – yeah!

Am nächsten Morgen mussten wir unser lieb gewonnenes Mobil in Delta abgeben.
Gegen 13 Uhr waren wir in unserer AirBnB Wohnung in Kitsilano (die nicht nennenswert ist).

Da wir noch einen halben Tag Zeit hatten, haben wir beschlossen Räder zu mieten, um erst mal einen Überblick zu bekommen.

Durch Vancouver mit dem Rad

Leihstation: Reckless (an der 2nd und Fir Street)
Kosten: ca. 27 CAD für 3h

Leider habe ich meinen Tracker nicht sofort angestellt, aber hier sieht man unsere Route:

Die Leihstation liegt direkt bei False Creek am Hafen. Dort führt ein Radweg drum herum bis man im Stanely Park landet. Mit dem Rad ist es eine super Art Vancouver zu erkunden, 100% empfehlenswert. Vor allem, weil wir Gesamt um die 22 Kilometer gefahren sind, zu Fuß ist das ja nach Länge des Aufenthalts kaum machbar. Zudem kann man ja auch mit dem Rad immer mal wieder halten, was wir auch getan haben 🙂 So z.B. ganz oft am False Creek entlang, an den Totempählen im Stanely Park und an der English Bay mit den vielen Stränden.

Die English Bays bieten sich perfekt an, um nach der Radtour eine Pause einzulegen.

Nach ca. 3 Stunden haben wir unsere Räder abgegeben und sind zu Fuß nach Granville Island gelaufen. Dort sind wir mit den Rädern zunächst nur vorbei gefahren, da es noch ganz am Anfang der Route war.´

Granville Island:

Irgendwie erinnert mich die Insel an so eine kleine virtuelle Spielinsel, weiß auch nicht wieso 🙂 Jedenfalls sind wir erst gar nicht weit gekommen, denn wir haben die Granville Village Brewing Company entdeckt!
Dort sind wir also direkt eingekehrt und haben uns fleißig durch das Bier getestet. Man kann einen 10er Beertray bestellen und hat somit schon die wichtigsten Craftbeer Sorten vor sich. Gemacht getan! Lecker wars! Die Brauerei sieht total gemütlich aus und das Bier schmeckt. Sollte Vancouver also mal zu Raincover werden, ist das auf jeden Fall eine gute Alternative. Aber auch bei gutem Wetter lohnt es sich 😉
Mein Favorit war das Summerale, Thomas seins das IPA.

Essen gibt’s dort auch, wir haben das erste Mal Poutine bestellt. Ich würde sagen, dass sind Pommes mit Bratensoße und Käse überbacken – geil! 🙂

Aqauataxi fahren:

Von Granville Village sind wir dann mit dem mini Wassertaxi nach Yaletown zum Essen gefahren. Interessant auf den kleinen Booten 🙂

In Yaletown gibt’s zahlreiche Restaurant. Uns hats dann nochmal in eine Brauerei verschlagen 😉

Der zweite Tag in Vancouver:

Heute haben wir uns folgende Dinge angesehen:

Gastown

Gastown war früher mal ein Assi Viertel, was eher heruntergekommen war, heute ist es eins der In-Viertel mit vielen Restaurants und Bars. Ich mochte besonders die Art der Straßen und die Architektur, meiner Meinung nach setzt sich der Stadtteil schon optisch von den anderen ab.
Berühmt ist die Steamclock in Gastown. Wir waren zufällig zur vollen Stunde da und sie hat uns ein Liedchen geträllert.

Von Gastown aus kann man direkt nach Chinatown laufen.

Chintatown:

Den Stadtteil erkennt man an einem chinesischen Tor, so siehts aus:

Von Gastown kommend geht’s dann nach rechts tiefer ins Viertel. Auf dem Weg dahin begegnet man schon einigen komischen Gestalten, viele kaputte Menschen die auf der Straße Drogen nehmen. Nachts würde ich hier nicht allein herlaufen.

In Chinatown ist der Dr. Sun Yat-Sen Garden ganz nett: Mitten in der Stadt ein grüner hübscher botanischer Garten!

Von Chinawtown sind wir wieder zur Waterfront und sind von dort am Vancouver Plaza Richtung Stanely Park gelaufen. Auf Höhe des West In Hotels sind wir abgebogen Richtung West End, denn wir wollten noch etwas am Strand der English Bay relaxen.

Später am Tag wars dann natürlich nochmal Zeit für Beertasting. Also gings wieder zu Fuß quer durch die Stadt Richtung Waterfront. Wir haben uns für die Steamworks Brewing Company entschieden, die liegt direkt neben der Waterfront Station.
Auch hier kann man verschiedene Biersorten testen. Dazu haben wir uns einen riesigen Nacho Korb bestellt und nochmal Poutine 🙂

Da es unser letzter Abend war, durfte eine zweite Brauerei nicht fehlen. Somit gings weiter zur „Postmark brewery“. Eine Freundin von meiner Schwester wohnt in Vancouver, daher haben wir all die „Insider“-Tipps 🙂
Die Brauerei ist von innen auch sehr stylisch! Gutes Essen, aber das Bier war leckerer in der anderen Brauerei.

Gegen 23 Uhr wollten wir uns schließlich noch Vancouver bei Nacht ansehen und haben uns daher erst entschieden mit 6 Leuten in einem Taxi zur olypmischen Stadt zu fahren. Die Taxi Apps sind in Kanada leider alle für den Arsch, denn entweder hats ewig gedauert oder es kam ein Taxi mit nur 4 Personen.

Also hieß es wieder laufen… Um bis zum olympischen Dorf zu kommen mussten wir zwangsweise im Stadtteil Vancouver East Side umsteigen.
Herrjeee! Jetzt sieht man auch mal die andere Seite von Vancouver und die Probleme, die die Stadt hat. In das Viertel werden anscheinend alle Junkies abgeschoben, denn aus allen anderen Stadtteilen werden sie vertrieben. Hier stehen und liegen in kleinen Abständen lauter Junkies. Manche brüllen laut vor sich hin oder dich direkt an, manche sind in ihrer eigenen Welt und an der nächsten Ecke setzt sich einer einen Schuss. Ich hatte zwar zu keinem Zeitpunkt Angst, aber so stelle ich mir Städte in Südafrika vor, nur dass man dann auch auf offener Straße überfallen wird.

Gruselig, als Frau allein würde ich dort nicht lang gehen. Wir waren aber zu sechst und daher ok.

So, nun aber hier kurz ein Bild zur olympischen Stadt bei Nacht:

Von dort ging es schließlich in unsere Unterkunft nach Kitsilano.
Und so endet schon unser Trip durch Westkanada…

Ihr braucht einen Gesamtüberblick über unsere Route?
Mit dem Wohnmobil durch Westkanada: Route, Campingplätze & Sehenswertes

Bis bald,
Thomas & Julia

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