Nusa Penida – Die kleine Insel neben Bali

Eigentlich hatten wir für Bali keine besonderen Pläne, aber nachdem ich so viele gute Sachen über die Nachbarinsel Nusa Penida gehört habe, haben wir spontan beschlossen für drei Nächte rüber zu fahren. Von Bali aus sind es nur 30 Minuten mit dem Speedboot, also lohnt sich die Insel sogar für einen Tagesausflug. Damals war Nusa Penida mit der kleineren Insel Nusa Lembongan verbunden, aber die Verbindungsbrücke ist 2016 eingestürzt und bisher nicht wieder aufgebaut worden.

Anfahrt

Nach Nusa Penida fahren täglich Speedboote rüber. Jenachdem wo man ablegt, muss man ein kleines Stück durchs Wasser laufen.

Hinfahrt
Abfahrt: Von Semabura auf Bali nach Nusa Penida zum Buyuk Hafen. Dies ist der größere Hafen auf Nusa Penida.
Preis: 300.000 IDR p.P.

Rückfahrt
Abfahrt: Vom Hafen  „Pelabuhan Toyapakeh“ nach Sanur. Dieser Hafen ist etwas westlicher und kleiner.
Preis: 250.000 IDR p.P.

Bei der Hinfahrt stehen genug Fahrer am Hafen, die einen zum Hotel bringen. Wir haben 150.000 IDR für 9 km gezahlt. Den Preis kann man bestimmt drücken…
Der Hafen für die Rückfahrt lag direkt bei unserem Hotel und in Sanur hatten wir den Shuttle zum Hotel im Bootspreis inbegriffen, also sehr entspannt.

Unsere Unterkunft

Semabu Hills, Nusa Penida

Dieses Hotel liegt auf einem Berg und wir hatten die perfekte Aussicht auf den brodelnden Vulkan! Das Hotel hat nur 20 Zimmer und ist somit klein und schnuckelig. Wir waren rundum zufrieden und können es sehr weiterempfehlen. Das Nasi Goreng ist sehr sehr gut!
Einen Roller kann man direkt im Hotel mieten. Es ist ratsam einmal die Bremsen zu checken, die Insel ist sehr bergig…

Semabu Hills

Der aktive Vulkan Mount Agung

Wir sind genau an dem Tag rüber gefahren, als der Vulkan das erste mal angefangen hat Asche zu spucken. Was ein einmaliges Erlebnis! Wir hatten keine Panik und haben uns auch nicht von den deutschen Medien verrückt machen lassen, die haben alle maßlos übertrieben! Von unserer Unterkunft aus hatten wir den perfekten Blick auf den Vulkan. Wann kann man sowas schon mal erleben? Nur einen Tag sollten wir Masken tragen, denn die Aschewolke ist genau über Nusa Penida gezogen. Ansonsten war das Leben dort ganz normal. Das einzig gefährliche Gebiet ist im Radius von 10 Kilometern um den Vulkan, was auch logisch ist. Ansonsten ist die ganze Insel sicher. Schließlich wird bei einem Ausbruch nicht direkt ganz Bali im Meer versinken… Wir haben sogar der FAZ noch ein Interview gegeben, war eine witzige Erfahrung ?

Was haben wir auf der Insel unternommen?

Man muss sagen, dass wir etwas faul waren und nur einen Tag die Insel erkundet haben. Der Vulkan hat uns so begeistert, dass wir den anderen Tag am Pool lagen und den ganzen Tag nur rüber gestarrt haben 😉

Zurück zur Insel: So stelle ich mir Bali vor 40 Jahren vor. Die Insel ist fast gar nicht touristisch erschlossen und somit fährt man mit dem Roller durch pure Natur! Die Insel ist wahnsinnig schön und noch kein Stück „verbaut“.
Worauf man sich einlassen muss, ist die fehlende Restaurantvielfalt, mit der wir in Canggu verwöhnt wurden. Aber egal, dadurch ist man hier fast allein und es begegnen einem nur knapp 10 Roller auf der Strecke!
Hier einige Eindrücke von unserer Fahrt:

Was wir uns angesehen haben

Kelingking Beach

Beliebt ist dieser Strand wegen der tollen Aussicht von oben. Und oh ja, es ist echt richtig toll, wie das Wasser unten türkis leuchtet. Mutige können zum Strand runterkraxeln, aber das haben wir nicht gemacht. Denn der Weg ist nur durch Bambus gesichert und bei uns hats kurz vorher geregnet. Wir haben auch niemand anderen unten gesehen.
Etwas Tourismus gibt’s wohl doch, denn hier hat es gewimmelt von kleinen Tourbussen ?

Angel’s Billabong & der Broken Beach

Ui ui ui, der Weg dorthin kann man wirklich nicht Straße nennen. Es war eher ein ganz schlimmer Feldweg mit Schlaglöchern und Steinen, die aus der Erde geschaut haben, irgendwann war das mal eine Teerstraße… Ich persönlich hätte mich nicht getraut mit dem Roller zu fahren, denn teilweise war der Weg sehr steil. Aber Thomas hat das prima gemeistert – ohne Zwischenfall am Ziel angekommen ? Man muss für die wenige Kilometer eine Menge Zeit einplanen!

Rollerausflug über die Insel

Angel’s Billabong ist eine Art Infinity Pool direkt an den Klippen. Wir fanden es nicht so einladend dort zu schwimmen, aber die Aussicht war sehr schön.

Vom Angel’s Billabong geht man weiter zum Broken Beach. Zu diesem Strand kann man nicht runter gehen, sondern nur von oben ein ein riesen Loch schauen. Das Besondere an dem Strand ist die Brücke aus Felsen. So sieht das aus:

Broken Beach

Von dort sind wir zurück Richtung Hotel und haben an der Crystal Bay gehalten

Crystal Bay

Die Crystal Bay ist ein schöner Strand auf Nusa Penida. Man muss nicht kraxeln, sondern kann mit dem Roller direkt bis an den Strand fahren. Dort sind dann einige Strandcafés und man kann sich Liegen und Sitzsäcke mieten. Schnorcheln soll dort auch toll sein, das haben wir aber nicht gemacht.

Und dort laufen ganz viele kleine Minischweinchen lang ?

Crystal Bay

Was nur traurig ist, ist der Müll! Wenn man vom Strand etwas nach hinten gegangen ist lag der überall herum – ich verstehe das einfach nicht. Wie kann man einen so tollen Ort so verschmutzen?!

Crystal Bay

Die Insel ist zwar klein, aber allein für den Tagesausflug haben wir den ganzen Tag benötigt (wegen der schlechten Straßen) und sind knapp 100 Kilometer gefahren.

Das wars schon zu Nusa Penida. Wir haben einiges ausgelassen, wie z.B. den Atuh Beach, den Pura Car Paluang Tempel und die Goa Giri Putri Cave. Vielleicht machen wir das beim nächsten mal ?

Unsere restlichen zwei Tage haben wir in Sanur verbracht. Ein großer Unterschied zu Canggu, denn an jeder Ecke wirst du von Leuten angequatscht, ob du einen Fahrer brauchst… „Yes driver? Tomorrow? Airport? Yeees?“ Etwas nervig! Das hat man in Canggu gar nicht.
Hier haben wir nur gegessen und uns massieren lassen – mehr nicht, mega entspannt! ?

Nun geht es weiter nach Bangkok für drei Nächte. Ein Glück, dass wir unsere Pläne nicht ändern mussten. Wir können froh sein, dass unser Flieger gegangen ist! Der Flughafen war erst zwei Tage vorher wieder offen und nach aktuellen Windvorhersagen siehts für die kommenden Tage nicht gut aus– puh!

Bis bald,
Thomas & Julia

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