Ein Wochenende in Holland – Tipps für Zwolle & Giethoorn

Meine Mama weiß was ich mag – nämlich Reisen! Zum 30. Geburtstag habe ich ein Wochenende in den Niederlanden geschenkt bekommen. Das Highlight des Ausflugs: Giethoorn – auch bekannt unter dem „Venedig der Niederlande“. Von dem Ort hatte ich schon öfters gehört und wollte dort unbedingt mal hin! Da Giethoorn aber nur sehr klein ist, haben wir den Besuch mit einem Trip nach Zwolle verbunden, die beiden Orte liegen nur ~30 Minuten voneinander entfernt.

Bummeln & Sightseeing in Zwolle

Unterkunft: Hotel Oldenburg
Empfehlenswerte Aufenthaltsdauer: 2 Nächte – 1 voller Tag

Schon mal von dieser Stadt gehört? Ich jedenfalls nicht! Umso erstaunter war ich, dass die Stadt doch recht groß ist und sogar eine richtig große Shoppingmeile hat! Sehr empfehlenswert ist das kleine „Hotel Oldenburg“ in dem wir waren. Es liegt mitten in der Stadt („Binnenstad“), hat nur vier Zimmer und ist für eine Stadterkundung perfekt! Wir hatten ein 4-er Zimmer mit Klimaanlage direkt unterm Dach – optimal! Noch besser war, dass wir aus der Tür raus sind und mitten im Zentrum standen. Um das Hotel herum sind zahlreiche Restaurants, die alle am Abend Tische rausstellen. Eine super Atmosphäre!

Das Leben in Zwolle spielt sich im Stadtteil „Binnenstad“ ab, der eingekreist ist von einem Fluss. Man sieht daher überall die typischen Hausboote und außerdem den tollen Hausbaustil mit den hohen Decken und riesen Fenstern. Wie gefühlt jeder Holländer hatten viele ein eigenes Boot, welches sie am Wochenende durch die Kanäle schippern, toll!

Wer nach einem entspannten Wochenende mit Freund/ Freunden/ Mädelstrip usw. sucht, ist in Zwolle super aufgehoben. Zwolle ist sehr klein, heißt man ist nicht auf öffentliche Verkehrsmittel oder Auto angewiesen und jedes Wochenende ist etwas los. Bei uns war z.B. ein Halbmarathon, sodass am Samstagabend mehrere Bühnen mit Livemusik aufgebaut wurden. Super fand ich auch die Möglichkeit mit mehreren Leuten ein Doughnut-Boot zu mieten, mit dem kann man dann selbst rumfahren, wie cool ist das denn?! Manche hatten sogar ein Grill in der Mitte!

Tagsüber sind wir durch die Gassen gebummelt, haben uns die Büchereikirche angesehen, die zig Hausboote auf dem kleinen Fluss und haben ein paar Stunden im Beachclub namens „Stadsstrand Zwolle“ relaxt. Diesen Beachclub kann ich sehr empfehlen! Ein Glas Wein für 4€ ist völlig in Ordnung und man sitzt schön am Wasser!

Für abends ist das Restaurant „Las Rosas“ prima! Super leckere Tapas mit einer tollen Atmosphäre auf dem Marktplatz.

Zwei Nächte waren für uns optimal, denn wir sind erst freitags spät angekommen, hatten dann einen vollen Tag und sind am Sonntag weiter nach Giethoorn gefahren.

Giethoorn – Klein Venedig der Niederlande

Och wie süß, Giethoorn hat nur ~2.000 Einwohner! Die Hauptattraktion des kleinen Örtchens liegt rund um den „Bovenwijde“ See. Die Häuser an diesem See liegen nicht wie man es kennt direkt am Seeufer, sondern vom See gehen ganz viele kleine Kanalärmchen ab. An diesen mini Kanälen stehen zig Wohnhäuser und die Bewohner kommen nur mit einem Boot zu ihrem Haus – daher auch das kleine Venedig der Niederlande.
Wir waren gegen 12 Uhr vor Ort – wenn man es schafft, sollte man am Wochenende um 10 Uhr dort sein, es wird ziemlich voll! Am besten parkt man an der Hauptstraße in einer Bucht, bei uns war dort alles frei.

Sehr witzig und empfehlenswert ist es sich ein Boot zu mieten. Es gibt nur 2 Möglichkeiten: a) man mietet ein riesen Boot mit ~30 Leuten für 7,50€ pro Stunde oder 2.) man mietet sich ein kleines privates Boot, was man aber selbst steuern muss/ darf ohne Kapitän. Da wir keinen Bock auf so viele Menschen hatten, haben wir uns zu 4. ein eigenes Boot gemietet – keiner von uns hat Bootserfahrungen 😉
Wir haben uns für den Bootsverleih „Bootverhuur Straße: Ds Hylkemaweg 27“ entschieden, die Boote zu Beginn dieser Touristenzone kosten nämlich deutlich mehr, also nicht den erstbesten Verleih nehmen! Wir haben gesamt für 2 Stunden 25€ gezahlt, echt ein Schnapper! Die Frau hat uns den Weg erklärt, wie man das Boot steuert und los gings. Kathrin (meine Schwester) war unser Kapitän! So sieht der Weg aus:

Man schippert die ersten 30- 45 Minuten durch das Dorf und sieht links und rechts all die wunderschönen Häuser! Kapitän Kathrin hatte trotz der engen Kanäle und Gegenverkehr alles im Griff und wir sind nur einmal rückwärts angedozt – da der Aufprall härter war als gedacht saß ich keine Sekunde später eine Etage tiefer im Boot, haha! Spaß hatten wir definitiv!!

Am Ende des Dorfes kommt man dann zum See „Bovenwijde“ und hat nun deutlich mehr Platz. Da wir das Boot zwei Stunden gebucht haben, konnten wir noch einen Abstecher durch die Natur machen und sind einen weiteren Kanal – diesmal ohne Häuser – abgefahren. Wer schon mal in den Everglades in Florida war: genau so sieht es dort aus, nur ohne Krokodile 😉

Nachdem wir das Boot wieder (heile) zurückgebracht haben, sind wir noch ein paar Stränge zu Fuß abgegangen, so hat man nochmal eine andere Perspektive auf das hübsche Dorf.

Nun das ABER: Es war sooo voll! Alter Schwede! Ich sag ja immer: wenn schon Busse mit Asiaten kommen, dann ist alles zu spät – Massentourismus olé! Keine Frage, Giethoorn ist wunderschön, aber ich dachte eher, dass es ein verschlafenes Nest ist, es nur eine begrenzte Anzahl an Bootsanbietern gibt und man maximal ein paar Sonntagsspaziergängern begegnet. Aber nix da, es war extrem voll! Die Boote werden nicht begrenzt und man fährt mit einer Kolonne Boote durch die Gassen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Schönheit dieses Ortes diesen Ansturm ausblenden kann, oder ob mir die Anwohner leidtun. Hier mal ein Beispiel wie voll es war:

Aber so ist das mit schönen Orten, jeder will es sehen! Mir hats trotzdem super gefallen, vor allem die Bootsfahrt in Eigenregie! 🙂

Von dort sind wir gegen späten Nachmittag wieder zurück nach Düsseldorf gedüst. Toll wars!

Bis bald,
Julia

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