9 Tage Rundreise durch Mexiko – Yucatán und Quintana Roo

Der erste Urlaub in 2016 geht an die Ostküste von Mexiko. Ich als Schisser wollte zunächst den etwas touristischeren Part sehen, bevor wir uns eines Tages in Landesinnere bewegen 🙂

Hier kurz ein paar Fakten auf einen Blick:

Reisedauer: 9 Tage (20.03.- 28.03.2016) – private Rundreise
Start: Cancún
Ende: Cancún
Grobe Route: Canún – Valladolid – Bacalar – Tulum – Cancún

Bewegen kann man sich in dem Part von Mexiko ohne Probleme auf eigene Faust, man muss keine Angst vor Übergriffen oder sonstiges haben. In jedem kleinsten Ort gab es bei Ein- und Ausfahrt eine mini Polizeistation. Daher würde ich empfehlen die Tour in Eigenregie mit einem Auto durchzuführen und keine geführten Touren zu buchen.

Mietauto:

Gebucht bei Mexrentacar
Auch wenn uns gesagt wurde, dass man auch sehr gut mit den öffentlichen Bussen reisen kann, würde ich immer wieder ein Auto mieten. Damit ist man einfach super flexibel, kann spontan an Cenoten anhalten und vor allem kann man früh morgens los um den Touristenhorden zu entkommen. Die Mehrkosten nehme ich gern für solche Flexibilität in Kauf. Das Auto haben wir schon vorher in Deutschland bei Mexrentacar gebucht.

Ankunft Cancún

Endlich Sommer – dachten wir. Bei unserer Ankunft hat es geschüttet wie aus Eimern. Nun gut, wir wollten sowieso nicht in der sehr touristischen Stadt bleiben, wo es von Hotelburgen nur so wimmelt und sind daher mit dem Auto Richtung Valladolid. Hier war unsere erste Unterkunft.

Valladolid (Bundesstaat Yucatán) und Umgebung

Valladolid ist ein kleine Stadt mit rund 38.000 Einwohnern, hier hat man das Gefühl im „richtigen“ Mexiko angekommen zu sein. Man begegnet nur wenigen Touristen und mit Englisch kommt man nicht viel weiter. Gut das ich ein paar wenige Worte spanisch spreche – scheint gereicht zu haben.
Die Stadt an sich kann man gut in einem Tag erkunden. In der Mitte der Stadt ist ein ganz netter Platz mit Blick auf die Iglesia de San Servacio.

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Drum herum sind viele kleine Restaurants die phantastisches Essen bieten. Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt findet man einer der vielen berühmten Cenoten: Cenote Zaci.

Tipp: Oben „vor Kopf“ der Cenote ist ein Restaurant mit Blick auf die Cenote. Von dort aus kann man links vorbei am Restaurant ebenfalls zur Cenote. Somit „spart“ man sich das Eintrittsgeld. Wir haben es dann lieber in Essen und Trinken investiert, da man erst durch das Restaurant muss, um zur Cenote zu kommen. Der Ausblick lohnt sich.

Tagesausflüge:

Der Osten von Mexiko ist besonders bekannt für zwei Dinge: 1. Cenoten und 2. Maya Stätte. Daher haben wir uns am ersten richtigen Tag schon früh morgens (Abfahrt gegen 06.30 Uhr) Richtung Ek-Balam aufgemacht.
Durch die Zeitverschiebung zu Deutschland haben wir uns bewusst nicht an die neue Zeit angepasst, um morgens recht früh an den doch sehr touristischen Mayastätten zu sein.

I) Ek-Balam:

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Auf dem Parkplatz steht neben uns nur ein Auto und wir betreten als Erste die alte Mayastätte. Zeit für viele Fotos ohne eine Menschenseele.

Nach rund 2 Stunden in Ek-Balam war es noch sehr früh, sodass wir uns die dort angrenzende Cenote Xcanché angeschaut haben. Faszinierend sind die langen Wurzeln der Bäume, die bis in die Cenote reichen und somit irgendwie ein gemütliches Flair ausstrahlen.

Da der Tag noch immer viele Stunden hatten, beschlossen wir auch noch zur Mayastätte in Cobá zu fahren (~1 Std Autofahrt von Ek-Balam), denn es war erst 15 Uhr – genug Zeit um den restlichen Tag ungestresst zu füllen. Ein kleiner Fehlschluss wie sich nachher rausstellte..

II) Cobá:

Cobá liegt im Bundesstaat Quintana Roo und somit in einer anderen Zeitzone – wer konnte das ahnen… Bei Ankunft hatten wir daher nicht wie geplant 16 Uhr, sondern schon 17 Uhr. Eigentlich kein Problem, wenn die Stätte nicht schon um 18 Uhr schließen würde. Aber egal dachten wir uns, bei nur 9 Tagen Aufenthalt kommen wir nicht noch mal hierher. Daher schnappten wir uns zu Beginn gleich 2 Räder und radelten los. Dies ist auch ohne Zeitdruck absolut zu empfehlen, da die Wege zwischen den Stätten sehr lang sind und auch nicht übermäßig tolle Aussichten bieten. Bei der Hitze auf jeden Fall eine tolle Alternative zum Wandern.
Wie sich am Ende dann doch rausgestellt hat, war eine solch späte Ankunft ideal: es waren kaum noch Touristen dort und wir konnten Fotos fast ohne Menschen schießen – Glück im Unglück 🙂

Was wir auch erst dort erfahren haben, ist das es noch einen teureren Abendpreis gibt, den wir zwar nicht hatten, aber dadurch konnten wir noch etwas Zeit stehlen.

Von Cobá aus sind wir dann zurück in unsere Unterkunft nach Valladolid.

Chichén Itzá

Auch hier sind wir schon seeehr früh morgens hingefahren, da die Ruinenstätte eins der Hauptattraktionen von Yucatán ist. Der Parkplatz ist riesig und wir wollen uns nicht vorstellen, wie das dort ab 10 Uhr aussieht. Hier ein paar Impressionen:

Auf jeden Fall eine Reise wert! Und ohne hunderte von Menschen sehr beeindruckend.
Auch diesen Tag können wir voll ausnutzen und neben Chichén Itzá noch einige Cenoten besuchen.
Wir entscheiden uns für die Cenote „Ik Kil“ (ca. 3 km von Chichen Itza entfernt nahe dem Ort Pisté).  Diese Cenote fand ich persönlich am schönsten.

 

Cenote Xkeken ist nicht so schön wie Ik Kil, aber mal etwas ganz anderes, da die Cenote eher höhlen artig ist. Packt die Schwimmsachen ein! Diese Cenote liegt bei der Cenote Samula.

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Von dort gehts weiter Richtung Bacalar.

Bacalar (Bundesstaat: Quintana Roo)

Von unserer letzten Übernachtung in Valladolid geht es in den Süden Richtung Bacalar. Dieser Ort wurde uns von einer Freundin empfohlen und ist bekannt für die „Lagune der sieben Farben“.
Bevor wir in Bacalar angekommen sind, haben wir uns die angrenzende Cenote Azul angesehen. Die war aber sehr enttäuschend, da man nicht den Unterschied zu einem normalen See gesehen hat. Kann man also auslassen.

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Hostal Pata de Perro
Hostal Pata de Perro

Bacalar ist ebenfalls ein kleiner schnuckeliger Ort. Unser Hostel liegt genau in der Stadtmitte, sodass wir viele tolle Restaurants um die Ecke haben. Sehr gut ist übrigens auch das Essen im Hostel selber. Von der Dachterrasse aus hat man einen perfekten Blick über die Lagune.
Am nächsten Morgen haben wir uns für eine Bootstour über die Lagune entschieden. Da Amir AdvenTours auf Tripadvisor super bewertet war, haben wir uns auch für diese Tour entschieden.

Leider war das Wetter an dem Tag nicht ganz so schön, aber dafür war das Wasser schön warm und unser Bootsmann echt klasse. Es gab kalte Getränke, ein paar Snacks, gute Musik und viele Infos rund um die Lagune. Amir kannte sich in dem Gebiet super aus und hat uns die schönsten Ecken gezeigt. Am tollsten war die gratis Ganzkörper-Schlammmaske. Den Schlamm hat man sich im knietiefen Wasser geholt und auf den Körper geschmiert, danach hatte man eine tolle weiche Haut 🙂 Positiv an Amir war, dass er sehr viel Wert auf die Umwelt gelegt hat und Dinge, die ausversehen ins Wasser gefallen sind (z.B. Kronkorken), direkt wieder rausgefischt hat.

Tipp: Packt eure Schnorchel Sachen ein, in der Lagune sind auch einige Cenoten in denen man hervorragend schnorcheln kann.

Tulum

  • Bundesstaat: Quintana Roo
  • Unterkunft (2 Nächte): Hemingway Resort
  • Tag 5 (24.03.) : Tulum (Erkundung der Stadt + Grand Cenote)
  • Tag 6 (25.03.): Maya-Fundstätte am Meer + Chillen am Strand
  • Tag 7 (26.03.): Nach dem Frühstück los Richtung Cancún

Nun kommen wir zum etwas chilligerem Part des Urlaubs, Straaand!
Vor der Reise habe ich gelesen, dass die Strände in Tulum zu den schönsten der Welt gehören – schauen wir mal. Übernachtet haben wir nicht in der Stadt, sondern direkt an der Strandpromenade. Der Strand des Hotels war in der Tat super schön, ich würde ihn allerdings nicht zu den schönsten der Welt zählen. Bei uns war sehr windig, wodurch der Wellengang sehr hoch war, aber ein angenehmes Lüftchen, um die Hitze auszuhalten. Sollte man auf jeden Fall gesehen haben, wenn man dort ist.

An der Promenade gibt’s auch tolle Restaurants. Uns hat das Mateos Mexican Grill super gefallen, dort sitzt man in einer schönen Atmosphäre draußen, manchmal sogar mit Live Bands und das Essen ist einfach nur überragend gut. Ein Muss, wenn ihr dort seid (wir sind sogar auch mittags hin :))

Maya-Stätte und Grand Cenote

Am nächsten Tag sind wir auch wieder früh morgens los zur Maya-Fundstätte direkt am Meer im „Parque Nacional Tulum“. So viel Kultur habe ich selten im Urlaub gemacht 🙂 Aber es hat sich gelohnt! Die Stätte ist zwar nicht so beeindruckend wie Chichén Itzá, bietet jedoch durch das Meer im Hintergrund eine tolle Kulisse.

Und durch unseren frühen Start in den Tag hatten wir dann noch Zeit für die „Grand Cenote“ ganz in der Nähe. Der Anblick von oben auf die Cenote ist super schön, auch wieder ganz anders als die anderen Cenoten, die wir gesehen haben. Diesmal waren wir nachmittags dort und daher war es schon recht voll, aber noch völlig in Ordnung, würde ich sagen.
In der Cenote waren unter anderem auch Schildkröten und man kann dazu durch das klare Wasser optimal schnorcheln und viel sehen. Ein klarer Favorit unter den Cenoten!

Am nächsten Morgen sind wir Richtung Cancún aufgebrochen. Auf dem Weg haben wir noch eine Cenote angesehen:  Casa Cenote Tulum.

Bei dieser Cenote schwimmt man durch einen Art Mangrovenwald und sieht durch das klare Wasser super viele Fische. Geführte Touren sind dort nicht notwendig,  man kann sich nicht verschwimmen 🙂 Lasst euch bei der Fahrt dorthin nicht beirren durch eine geschlossene Straße (durch ein Seil), dort stehen nette Menschen, die euch durchlassen.

Cancún

  • Unterkunft: The Royal Sands Resort & Spa
  • Tag 7 (26.03.): Kleiner Stadtrundgang + Chillen am Strand
  • Tag 8 (27.03.): Chillen am Strand
  • Tag 9 (28.03.): Chillen am Strand, Abflug gegen Abend

Zu Cancún kann ich nicht sehr viel schreiben, da wir hier bewusst 2 Nächte gebucht haben um wirklich gar nichts zu machen und nur am Strand zu liegen. Die Stadt haben wir uns nur ganz kurz angesehen. Wie zu erwarten sah es aus wie in El Arenal mit zig Bars und Sangria Eimern… Nicht unser Geschmack.
Unser Hotel war für dieses Vorhaben optimal, denn das Essen war trotz All-In klasse.

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Meine Top 3 Cenoten:

 

2 Antworten auf „9 Tage Rundreise durch Mexiko – Yucatán und Quintana Roo“

  1. Hallo, ich wollte mich bei Euch bedanken für den Beitrag. Er hat una sehr bei der Planung und Durchführung unsere Yucatàn/Quintana Roo geholfen. Wir sind ’nur‘ 11 Tage geblieben und im Netz oder im Reiseführer habe ich einfach keine passende Route gefunden. Auch dass ihr die Reise mit einem Mitauto empfehlt, fanden wir sehr gut. Wir haben auch eines gemietet und haben gute Erfahrungen gemacht. Danke nochmals?

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