Roadtrip durch Florida: Miami, die Keys, Everglades und Anna Maria Island

Einmal im Jahr mache ich zusammen mit meinen Eltern, meiner Schwester und natürlich Thomas einen Familienurlaub. Dieses Jahr geht es in die USA nach Florida, denn meine Eltern haben noch nie Europa verlassen. Wenn sie erst mal sehen wie easy alles trotz geringen Englischkenntnissen ist, entscheiden sie sich vielleicht auch selber mal für Trips ohne uns über den Atlantik 🙂

Auf einen Blick:

Reisedauer:  11 Tage (05.05.- 15.05.2016) – private Rundreise
Start: Miami Beach
Ende: Miami
Grobe Route: Miami Beach, Key West, Everglades, Naples, Anna Maria Island, Miami Airport

Lange haben wir überlegt von Miami Beach aus zu den Bahamas aufzubrechen, dies war auch unser ursprüngliche Plan, ich wollte so gern die schwimmenden Schweinchen sehen! Doch leider macht es nur mit Kreuzfahrtschiffen Sinn und die waren uns a) zu teuer und b) konnten wir uns alle nicht mit dem Gedanken anfreunden, auf eine Insel mit 200-1.000 anderen Leuten gleichzeitig an Land zu gehen.

Miami Beach

Unterkunft: Miami Beach (AirBnB)

Miami Beach ist teuer, daher haben wir uns für eine AirBnB Unterkunft in North Beach entschieden. Mit  5 Personen kamen wir pro Nacht auf 44€ was für die Lage absolut top ist (Stand Mai 2016).
Am Ankunftstag haben wir uns zunächst mit Lebensmitteln eingedeckt, denn schließlich stand Selbstversorgung an. Am Abend sind wir dann noch zum Strand, der nur wenige Blocks von unserer Unterkunft zu erreichen war.
Wie nicht anders zu erwarten waren wir am nächsten Morgen um 06.30 Uhr wach und fit. Sogar ich, die eigentlich morgens immer müde ist. Nachdem ich alle aus dem Bett getrieben habe und wir lecker gefrühstückt haben, ging es los zu einer City Bike Station.

Miami Beach

City Bike Tour

Die City Bikes sind eine tolle Sache in Miami Beach. Mit einer Kreditkarte kann man super easy Räder leihen und in den Tag starten. In der ganzen Stadt gibt es diese Stationen, sodass man die Räder an beliebigen Orten zurück geben kann. Am Strand entlang gibt es einen tollen Weg, dieser ist zwar nicht für Räder freigegeben, aber no risk no fun… Der Weg bietet viele tolle Aussichten auf die Strände Miamis. Natürlich halten wir auch an den berühmten Rettungsschwimmerbuden:

Auch am berühmten Straßenabschnitt von Miami Beach kommt man unweigerlich vorbei – tolle Architektur!

Kein schlechtes Gewissen sollte man haben, wenn man all die sportlichen Menschen sieht. Kein Gramm Speck an den Hüften und meist auch nur mit einer knappen Hose und Sport BH bedeckt 🙂 Auf diesen Anblick gehen wir erst mal im Johnny Rockets Burger essen!

Miami Downtown

Heute gehts mit dem Auto nach Miami Downtown. Wir parken nur unweit vom Hafen und starten mit einem Spaziergang durch den Park am Hafen. An der Promenade kann man super bis zum Ende lang gehen und durch die Stadt wieder zurück.
Im Hafen selber haben meine Eltern und Schwester eine Tour mit Thriller Speedboat Adventures gemacht. Da Thomas und ich schon mal in Miami waren und diese Tour schon gemacht haben, sind wir im Hafen geblieben. Die Tour ist in jedem Fall zu empfehlen. Man fährt komplett raus bis zum South Beach und kommt auch an einigen Villen auf den „inneren“ Inseln vorbei. Eine tolle Art Miami vom Wasser aus zu entdecken.

Little Havana & Coconut Groove

Little Havana ist ein kleines kubanisch angehauchtes Viertel von Miami. Am besten parkt ihr in der Nähe der Calle Ocho. Von da aus kann man gemütlich die Straße entlang durch das Viertel. An vielen Ecken gibt es einladende Restaurants. Dort haben wir uns circa eine Stunde aufgehalten.

Durch Coconut Groove sind wir nur ganz faul – oder man kann auch sagen auf die amerikanische Weise mit dem Auto gefahren. Dies ist ein Hafen mit seehr vielen reichen Leuten und entsprechenden Villen, mal ganz nett zu sehen.
Am nächsten Morgen sind wir früh los Richtung Key West

Die Keys

Unterkunft: Vacation Rental Key West

Hier ist der Weg das Ziel. Um nach Key West (letzte Insel) zu kommen überquert man zunächst viele Keys über eine Brücke (Highway 1). Rundherum hat das Meer super schöne Farben. Gleich zu Beginn auf der Route haben wir an einem Restaurant auf der Insel Islamorada angehalten, wo man Tarpon Fische füttern konnte. Wir haben sogar auch kleine Haie gesehen. Für nur wenige Dollar für das Fischfutter ein riesen Spaß!

Zudem haben wir auf dem Weg noch im Key Largo Hammock Botanical State Park Halt gemacht. Kann man sich aber sparen, ich fand das nicht sooo spannend.

Key West

Juhu- am Ende Amerikas angekommen. Unsere Unterkunft war super zentral und somit nur wenige Gehminuten von DER Straße entfernt. Wir haben sogar eine typische Veranda mit Stühlen – klasse!

Key West

Die Unterkunft haben wir über Vacation Rental Key West gebucht und hat uns pro Nacht ca. 300€ gekostet, was wiederum für Key West völlig ok war.

Route 1 nach Key West

Was tun auf Key West

Wir haben uns am ersten Tag die Insel angesehen und sind zum südlichsten Punkt Amerikas gegangen, super voll hier! Falls an dem Tag Kreuzfahrtschiffe anlegen, solltet ihr das mit einplanen.

Für ein bisschen Aktion kann ich eine Jetski Tour und Parasailing empfehlen.

Jetski Tour

Eigentlich sollten die Tour nur Thomas und mein Papa machen, ich habe mich aber dann zusammen mit meiner Schwester dazu entschieden mit hinten drauf zu fahren, kostet nämlich genauso viel. Was ein Spaß!! Selber fahren war nicht so meins, da man eine bestimmte Geschwindigkeit braucht um überhaupt lenken zu können, aber das Mitfahren war spitze! Wir haben die Tour um 8.30 Uhr gebucht, da diese circa 36$ günstiger ist. Vornallem haben die Kreuzfahrtschiffe zu der Zeit noch nicht angelegt, sodass man in einer kleineren Gruppe fahren kann. Die Tour geht einmal um komplett um Key West. Zuerst fährt man im ruhigen Wasser, später dann auf der Atlantik Seite, da muss man sich auch ordentlich festhalten 🙂

Kosten: ~100€ pro Jetski für 1,5-2 Stunden Fahrt
Anbieter: Key West Jetski
Wo zu finden: Kreuzfahrtterminal 

Key West - Jetski

Parasailing

Absolut empfehlenswert! Wir haben die Tour schon vor dem Trip gebucht, gut so, denn an dem Tag haben zwei riesen Kreuzfahrtschiffe angelegt. Ohne Reservierung hätte es schlecht ausgesehen. Da dort fast täglich Schiffe anlegen, würde ich das immer vorher reservieren. Man fährt mit ca. 10 Leuten auf einem Boot raus, hier hat das jedes Paar (oder wie bei uns drei Leute) ca. 8 Minuten Zeit in der Luft. Zwar kurz aber richtig cool. Wir hatten einen super Blick über die Keys bei bestem Wetter. Den Rest der Zeit hat man noch eine Speedboat Tour inklusive. Wir durften unsere GoPro mit hochnehmen und die anderen Teilnehmern haben auch vom Boot aus tolle Bilder von uns gemacht.

Kosten: ~50€ pro Person
Anbieter: Fury Cat
Wo zu finden: direkt am Kreuzfahrtterminal 

Abends sind wir auf die Duval Street gegangen, von unserer Unterkunft in 30 Sekunden zu erreichen 🙂 Hier steppt der Bär! Viele tolle Bars und auch tolle Restaurants in den typischen Veranda Häusern. Ein Muss auf Key West.

Von Key West aus ging es am 7. Tag früh morgens zurück über die Brücken Richtung Everglades

Everglades:

Unterkunft: Everglades City Motel

Von Key West aus sind wir auf dem direkten Weg Richtung Cooper Town. Hier haben Thomas und ich bei unserem letzten Aufenthalt in Miami schon mal eine Luftkissenbootstour gemacht und wollten das daher nochmal mit meiner Familie machen. Die Tour dauert ca. eine Stunde und kostet ~20€ pro Person. Die Tickets kann man direkt vor Ort kaufen.

Nach der Tour sind wir mit dem Auto über die Loop Road ganz in der Nähe gefahren. Die Straße ist ein Schotterweg aber gut zu fahren. Damals im Dezember haben wir super viele Krokodile am Rand der Straße gesehen, diesmal im Mai leider nur einige wenige. Als Startpunkt haben wir die Koordinaten 25°45’42.4″N 80°49’38.8″W ins Navi eingegeben. Ab da einfach der Straße folgen die nach und nach immer mehr zur Schotterstraße wird. Nicht erschrecken, einige Häuser dort sehen sehr skuril aus.

Loop Road Everglades

Übernachtet haben wir in Everglades City, einem mini mini Dorf. Das Motel war total sauber und für 25€ pro Person nur zu empfehlen! Essens-technisch gibt es kaum Auswahl, wir haben aber was sehr leckeres namens Camellia Street Grill gefunden. Das liegt an einem kleinen Fluss/ See. Wir waren Mitte Mai dort und kurz danach ist das Restaurant in Sommerpause gegangen, also einmal checken bevor man hinfährt (wobei das auch keine Entfernungen sind in dem Dorf ;))

Am nächsten Morgen sind wir von Everglades City hoch Richtung Anna Maria Island. Das ist eine vorgelagerte Insel etwas oberhalb von Sarasota.
Auf dem Weg dorthin haben wir uns den Tag Zeit gelassen, um einen Stopp in Naples zu machen (circa eine Stunde Fahrt von Everglades City). In Naples sind wir etwas die Strandpromenade her gegangen und haben vom Pier aus Delphine beobachtet. Ist ein ganz schöner Zwischenstopp.

Anna Maria Island

Unterkunft: Anna Maria Beach Vacation Rental (AirBnB)

Tag 8: Stopp in Naples auf dem Weg zur Insel
Tag 9: Strand
Tag 10: Strand

Unsere letzte Station! Hier heißt es Entspannung pur. Auch hier haben wir uns für eine AirBnB Unterkunft entschieden. Anders als in Miami ist dies aber eigentlich eine normale Ferienhausvermietung und keine private Unterkunft. Das Haus reicht locker für 5 Personen und war super schön und zentral gelegen.

Was man unternehmen kann

Am ersten Tag sind wir zum fußläufigen Strand im Westen von Anna Maria Island gelaufen. Von unserer Unterkunft einmal gerade aus, ca. 5 Minuten. Der Strand ist zwar ganz hübsch, aber am nächsten Tag sind wir ganz oben in den Norden zum Bean Point gefahren – der Strand war der Hammer, die nächsten beiden Tage sind wir auch nur noch dorthin gefahren (mit dem Auto, parken kann man in den Wohnvierteln). Die Unterkunft hatte ganz coole Strand Stühle, die waren ganz niedrig und man konnte daher damit super vorne am Wasser sitzen, sogar mit Getränkehalter 🙂 Dort kann man zudem noch super gut die Manatees beobachten. Wir hatten erst überlegt eine extra Tour schon vorher auf unserem Trip zu buchen, aber gut das wir das nicht gemacht haben. Auf Anna Maria Island sind die von allein neben einem her geschwommen. Auch nicht wundern, wenn auf einmal eine Traube schwarze Masse an euch vorbei schwimmt, das sind Rochen, tun aber nichts wenn man ruhig bleibt. Das Wasser dort ist so unendlich klar und türkis, einfach ein Traum. Daher Schnorchelset einpacken! Je nach Wasserstand kann man auch einige Meter rauslaufen und gemütlich ein Bier trinken. Beim Reingehen ins Wasser keine Schritte machen, sondern durch den Sand schieben, manchmal liegen Rochen auf dem Sand die man nicht sieht (helle Rochen).

Anna Marie Island war auf jeden Fall die beste Entscheidung!

Und hier noch unsere Rundreise mit ein paar Highlights als Kurzvideo:

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