Roadtrip durch Alaska: Gesamtroute, Hotels & Tipps

Ihr plant einen Roadtrip nach Alaska? Dann können wir euch mit diesem Artikel hoffentlich bei der Reiseplanung helfen.
Hier zeigen wir euch unsere Reiseroute, die Hotels entlang der Route, eine Grobübersicht über unsere Tage in Alaska und vieles mehr.
Details zu den einzelnen Streckenabschnitten sind in separaten Artikeln beschrieben und verlinkt. Wir hatten gesamt 3,5 Wochen Zeit, für die meisten Urlauber etwas zu lang, daher geben wir auch Tipps was man streichen und optimieren kann.

Alaska ist ein Land der Unendlichkeit, hier bekommt man es hautnah zu spüren, wenn man 9 Stunden durchs Nimmersland fährt. Hier ist ein Roadtrip noch ein richtiger Roadtrip! Uns hat es super gut gefallen und wir würden immer wieder hier her reisen.

Auf einen Blick:

Reisezeit: 19.09. – 12.10.2017
Flug: Condor Direktflug von Frankfurt
Unsere Route: Anchorage, Talkeetna, Healy (am Denali NP), Fairbanks, Chena Hot Springs, Tok, Whitehorse, Skagway, Haines Junction, Tok, Palmer, Seward, Homer, Anchorage
Mietwagen: Abholung am Flughafen, gebucht über Alamo

Google beschränkt die Anzahl der Orte, daher sieht man auf der Karte nicht alle Übernachtungsorte…

Der eigentliche Plan war es ab Tok über den „Top of the world Highway“ nach Dawson in Kanada zu fahren und von dort nach Whitehorse. Da der Highway frühzeitig geschlossen hat, mussten wir die Strecke Tok – Haines Junction doppelt fahren. Falls machbar, würden wir empfehlen über Dawson zu fahren.

Daran muss man unbedingt denken

  1. ESTA und ETA  – bei dieser Route durchquert man Kanada, heißt ihr braucht Einreiseunterlagen für beide Länder
  2. Nationalpark Pass für Kanada: solltet ihr auf der Route durch Kanada Wanderungen machen wollen, so benötigt man einen Nationalparkpass. Der Vorteil dieses Jahr war, dass es den Pass für das ganze Land umsonst gab und wir diesen schon hatten. Also lieber informieren.

Wohnmobil oder Auto?

Für uns war die Frage schnell beantwortet: Auto! Auch wenn wir absoluter Fan von Wohnmobilen sind, hätte das für uns keinen Sinn gemacht. Man darf ab Mitte September das Klo und den Wassertank nicht mehr nutzen, weil es zu Frost kommen kann. Heißt keine Dusche oder Kochen, somit sind die Vorteile eines Campers dahin. Was noch dazu kommt sind die Versicherung, die ab Mitte September auch deutlich ansteigen. Falls ihr früher im Jahr fahrt: achtet darauf, dass man Schotterstraßen fahren darf. Der berühmte „Top of the World Highway“ nach Kanada ist nur Schotterstraße. Ob das Campernetzt gut ausgebaut ist und ob man Wildcampen darf, wissen wir leider nicht. Wir haben auf jeden Fall viele RV Parks gesehen, die meisten hatten aber schon geschlossen (öffnen ab Mitte Mai).
Die RV Parks sind aber keinesfalls mit denen aus Kanada zu vergleichen. Dort hatten wir immer tolle Plätze (separate Reise durch Westkanada), wo man praktisch einen kleinen Waldabschnitt für sich hatte, auf unserer Route haben wir nur so schrammelige Plätze gesehen. Aber da können wir uns auch täuschen, denn damit haben wir uns nicht auseinander gesetzt. Wer dazu Erfahrungen hat, kann gern die Kommentar Funktion nutzen 🙂

Campingplätze

Welcher Reisemonat macht Sinn?

Wir hatten keine andere Wahl als Mitte September unsere Weltreise zu beginnen. Wenn ihr jedoch flexibel seid, so würden wir 2-3 Wochen früher empfehlen. Wir sind am 19.09. eingereist und das Problem ist, dass viele Sachen schon geschlossen haben. Der Top of the World Highway, der nach Kanada rüber führt, hat bei uns leider wegen frühzeitigem Schnee geschlossen, letztes Jahr war der Highway bis Mitte Oktober offen, da steckt man leider nicht drin. Der September ist toll, keine Frage! Der Herbst beginnt und somit hat die Landschaft ihren ganz eigenen Reiz, an manchen Orten war der Herbst aber schon vorbei und die Bäume waren kahl.
Ein weiterer Vorteil: Ab September fängt die Nordlichter Zeit an, das sollte man auf keinen Fall verpassen, DAS Highlight unserer Reise. Zudem entkommt man den Touristenströmen. Solltet ihr in der Saison fahren, so sollte man unbedingt alles lange im Voraus buchen. Selbst in unserer Nebensaison waren viele Hotels ausgebucht, selbst an Orten, wo wir dachten, dass man einfach so anreisen kann. Perfekt wäre also die letzte August und die ersten beiden September Wochen.

Schnellübersicht unserer Tage in Alaska und unsere Hotels entlang der Route:

Wir haben alle Hotels vorab in Deutschland gebucht, da wir ein paar nette Unterkünfte im Visier hatten und diese gern auf jeden Fall buchen wollten. Alaska ist nicht so wie der Rest der USA, wo man eine riesen Auswahl hat. In Anchorage mag das der Fall sein, aber nicht in den anderen kleinen Dörfern. In Anchorage leben knapp 300.000 Leute, Gesamt hat der Bundesstaat aber nur um die 700.000 Einwohner 😉

Tag 1 – 2 (19.09.- 20.09.):
Erkundung von Anchorage und Fahrt in den Süden auf dem Seward Highway entlang des „Turnagain Arms“ (Meeresenge).
Übernachtung: Clarion Suites Hotel Anchorage, 2 Nächte
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Tag 3 (21.09.):
Autofahrt Richtung Denali Nationalpark auf dem Glenn Highway. Entlang der Route gibts viele Fotostopps.  Übernachtungsstopp im Ort Talkeetna.
Übernachtung: Susitna River Lodging Talkeetna, 1 Nacht
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Tag 4-6 (22. – 24.09.):
Erkundung des Denali Nationalparks: Durchfahrt mit dem Auto bis Meile 30. Wanderung zum Mount Healy Overlook und Savage Alpine Trail
Übernachtung: Aurora Denali Lodge Healy, 3 Nächte
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Tag 7-8 (25.-26.09.):
Fahrt nach Fairbanks, Stadt erkunden, Fahrt über den Steese Highway und Nordlichter gucken!
Übernachtung: Best Western Plus Pioneer Park Inn Fairbanks, 2 Nächte
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Tag 9 (27.09.):
Chillen und Nordlichter gucken in den Chena Hot Springs
Übernachtung: Chena Hot Springs, 1 Nacht
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Tag 10-12 (28.-30.09.):
Laaange Autofahrt nach Tok und Whitehorse (die Strecke nach Whitehorse ist wunderschön!)
Bei Whitehorse haben wir am See die Seele baumeln lassen
Übernachtung: Mooseberry Inn in Tok, 1 Nacht & Inn at the Lake am Marsh Lake, 2 Nächte
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Tag 13- 14 (01.- 02.10.):
Weiterfahrt nach Skagway, eine gigantische Strecke! Halt in der Carcross Desert und in der Stadt Carcross und Erkundung von Skagway.
Am zweiten Tag in Skagway: Wanderung zum Upper Lake.
Übernachtung: Mile Zero B&B Skagway, 2 Nächte
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Tag 15-16 (03.-04.10.):
Fahrt zur Haines Junction, auf dem Weg hats leider nur geregnet, soll toll sein!
Am zweiten Tag chillen an der Haines Junction
Übernachtung: Parkside Inn Haines Junction, 2 Nächte
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Tag 17 (05.10.):
Fahrt zurück nach Tok, diese Strecke mussten wir nun doppelt fahren.
Übernachtung: Mooseberry Inn in Tok, 1 Nacht
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Tag 18-19 (06.-07.10.):
Fahrt nach Palmer, was eine tolle Strecke (Stopp beim Matanuska Glacier, der einzige Gletscher wo man mit dem Auto hinfahren kann) Erkundung der hübschen Stadt Palmer und Flug zum Knit Glacier
Übernachtung: Knit River Lodge Palmer, 2 Nächte
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Tag 20-21 (08.-09.10.):
Fahrt nach Seward, Erkundung der Stadt und Bootsfahrt in den Kenai Fjord Nationalpark
Übernachtung: Breeze Inn Seward, 2 Nächte
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Tag 22-24 (10.10.-12.10):
Fahrt nach Homer, Erkundung der Stadt & Spaziergang zum „The Spit“
Rückfahrt nach Anchorage zum Flughafen
Übernachtung: Kenai Peninsula Suites Homer, 2 Nächte
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Was würden wir an der Route ändern?

Wenn mal davon ausgeht, dass man normalerweise nicht mehr als 3 Wochen Urlaub hat, kann man noch einiges an der Route kürzen. Wir haben es uns nur alles nicht so eng gelegt, da Thomas zwischendurch Arbeiten muss und wir keinen Stress haben.
Wenn ihr weniger Tage Zeit habt Alaska zu erkunden, dann würden wir folgendes ändern:

  • Anchorage: 1 Nacht streichen und nur den Ankunftstag plus vor der Weiterreise am nächsten Tag zur Erkundung der Stadt nutzen. Wir haben allerdings auch nichts von Anchorage Umgebung gesehen, dort soll es tolle Wanderungen geben.
  • Denali Nationalpark: 1 Nacht streichen. Wir konnten die 3 Tage super nutzen, aber man könnte hier einen Tag entbehren. Wenn man einen Tag mit dem Auto durchfährt und den anderen Tag eine Wanderung macht, bekommt man auch einen guten Überblick.
  • Fairbanks: unser eigentlicher Plan war es nur eine Nacht hier zu bleiben und eine Übernachtung im Polarkreis zu machen (dorthin fliegt man mit einem Unternehmen), dies wurde leider abgesagt wegen schlechten Wetterbedingungen. Eine Nacht in Fairbanks reicht aus. Den Flug in den Polarkreis hätten wir super gern gemacht. Wenn das nicht in Frage kommt, kann man hier auch einen Tag sparen
  • Chena Hot Springs streichen, Fahrt zu lang und regulär zu teuer. Macht preislich nur in der Nebensaison und bei gutem Wetter für Nordlichter gucken Sinn. Die Nacht haben wir auch nur gemacht, da wir Dawson streichen mussten, heißt den Tag braucht man eigentlich.
  • ABER: wir hatten an den zwei Tagen in Fairbanks + Chena Hot Springs perfektes Wetter für Nordlichter, wenn man die Chance erhöhen möchte diese zu sehen, sollte man sich etwas Puffer einplanen.
  • Anstatt Hinfahrt nach Whitehorse über Tok, Fahrt über den Top of the world Highway nach Dawson weiter nach Whitehorse, zurück dann über Tok von der Haines Junction kommend. So hat man nicht 2x dieselbe lange Strecke.
  • Bei vielen Alaska Rundreiseanbietern (dort haben wir uns Anregungen zur Route geholt) wird Homer und Seward nur bei längerem Aufenthalt empfohlen. Dies würden wir auch so empfehlen. Keine Frage, zwei tolle Orte, aber wenn man in Palmer war, hat man bereits viele tolle Gletscher und Bergwelten gesehen. Allerdings sind die beiden Orte zum Whalewatching super geeignet.

Das solltet ihr probieren…

  1. In Brewing Companies Essen… Ziemlich geil ist gebratener Lachs mit Kartoffelpüree und grünem Spargel und Pasta Alfredo. Das beste Essen gabs immer in den lokalen Brewing Companies.
  2. Alaska Biere: Thomas Lieblingsbiere waren die lokalen IPAs, mein absoluter Favorit war das Raspberry Wheat.

So, das wars nun zu unseren Tipps für Alaska. Falls ihr erst hier eingestiegen seid, so schaut doch gern bei den einzelnen Abschnitten unserer Alaska Rundreise vorbei:

Teil I: Anchorage und der Denali NP
Teil II: Zentralalaska und die Fahrt nach Kanada
Teil III: Südostalaska
Teil IV: Südalaska

Bis bald,
Thomas & Julia

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