Roadtrip durch Neuseeland: Gesamtroute, Tipps und Highlights

Neuseeland ist unfassbar weit weg und ist auch nicht gerad das günstigste Land. Unsere Artikel helfen euch daher hoffentlich viele Tipps mitzunehmen um auch eine so unvergessliche Zeit hier zu verbringen 🙂

Die Berichte rund um Neuseeland sind in verschiedene Sektionen aufgeteilt. Dieser Artikel schafft einen Gesamtüberblick über die Route, Details findet ihr dann in den einzelnen Artikeln.

Auf einen Blick:

Wann: 31.10. – 27.11.
Start/ Ende: Christchurch
Auf der Karte seht ihr unsere Gesamtroute

Route:

Würden wir die Route nochmal fahren, dann würden wir den Norden der Südinsel mit reinnehmen und dafür den Süden auslassen. Für den Norden der Südinsel, den wir rausgelassen habe, braucht man schätzungsweise 2-3 Tage. Ich würde den Abel Nationalpark empfehlen, davon habe ich nur gutes gehört.

Unsere Highlights:

Habt ihr nur begrenzt Zeit und wollt zu dem noch die Nordinsel bereisen (würde mich nur auf die Südinsel konzentrieren ;)) dann sind das unsere Highlights die ich nicht missen würde:

  • Mount Cook: Absolut geiles Panorama, allein der Weg dorthin vorbei am Lake Pukaki mit dem krassen Wasser lohnt sich. Hier würde ich die Wanderung Searly Tarns im Hooker Valley empfehlen –> Details
  • Arthurs`Pass: Ebenso beeindruckendes Panorama. Der beste Blick ergibt sich auf der Wanderung zum Avalanche Peak (Achtung: Wetter beachten!!), dies war die beste Wanderung unserer gesamt 10 –> Details
  • Wanaka: Wanaka ist einfach eine tolle Stadt! Nehmt euch unbedingt Zeit für die Roys Peak Wanderung, man hat so einen tollen Ausblick –> Details
  • Franz-Josef Glacier: Heli Flug auf den Gletscher! Absolutes Highlight! Meiner Meinung nach lohnt sich auch nur diese Aktivität im Franz-Josef Valley. Klar es gibt ein paar nette Wanderungen, aber bei wenig Zeit kann man das skippen. Die Heli Flüge starten nur bei klarer Sicht –> Details
  • Hokitika Gorge: auch wenn wir hier nur ca. 30 Minuten waren, hat mich das sehr beeindruckt. Die Farbe des Flusses sieht einfach krass aus. Der Umweg dorthin war es wert –> Details
  • Alpine Pacific Triangle Route: Nach dem Erdbeben im Nov 2016 kann es sein, dass diese Route zum größten Teil gesperrt ist. Die Fahrt durch das Waipara Valley auf den Weg nach Kaikoura war spitze! Details

Reisemonat:

Wir waren im November in Neuseeland und fanden den Monat perfekt! Die Temperaturen lagen meist zwischen 15-20 Grad, perfektes Wetter für Wanderungen!
November ist der Beginn der Hochsaison, die Preise der Wohnmobile (zumindest unseres) war etwas geringer als ab Dezember. Zudem ist es auch noch etwas leerer im Land.
Die Anzahl der Regentage ich laut diversen Klimatabellen in den Sommermonaten gleich, daher würde ich diesen Monat wärmstens empfehlen.

Wohnmobil, Camper oder Hotels/ Hostels?

Auto + Hotel

Nach knapp 4 Wochen Neuseeland würde ich eine Reise mit Auto und Übernachtung in Hotels/ Hostels nicht empfehlen. Die Orte durch die wir gefahren sind, waren meist mini klein. Dazu kommt, dass man die Reise dann sehr gut und tagesgenau planen muss. Viele Hotels hatten schon jetzt in der Vorsaison „no vacany“ Schilder draußen hängen. Spontan sein ist da nicht. Man nimmt sich sehr viel Flexibilität. Zudem muss man den Faktor Wetter mit einplanen,  an der Westküste regnet es oft. Manchmal sind wir an Orten 2 Nächte geblieben, weil das Wetter es nicht zugelassen hat z.B. einen Heli Flug über den Franz-Josef Gletscher zu machen.

Unbedingt Self-Contained

Nun stellt sich die Frage: Wohnmobil mieten, Auto mit Zelt oben drauf oder welche der anderen 100 Möglichkeiten. Klar ist es immer eine Kostenfrage und auch welche Typ man ist. Empfehlen würde ich zuerst, dass man einen „Self-contained“ Zertiftkat hat, heißt man kann sich komplett selbst verpflegen (Klo und Abwassertank sind Pflicht). Warum: fast alle kostenlose Campingplätze setzen Self Contained voraus. Das spart zusätzliche Übernachtungskosten!

Da das Wetter wie schon erwähnt echt fies sein kann, würde ich auch kein Zelten auf dem Dach empfehlen (Anbieter: Wicked Camper). An manchen Orten ist es zudem auch sau kalt. Das ganze Leben vorm Schlafengehen spielt sich aber außerhalb des Autos ab oder halt unbequem im Auto. Für mich persönlich kein Urlaubsfeeling. Auch Autos wo die Küche nur durch Öffnen des Kofferraums zugänglich sind würde ich nicht mieten. Wäre es in Australien wäre das was anderes, aber hier wechselt das Wetter echt fix. Finde ich persönlich ungemütlich. Zudem gibt es an vielen Orten (vor allem an der Westküste Sandflies, die echt nervig sind und pieksen)

Also bleiben noch kleine und große Campervans. Meine absolut Empfehlung: Share a Camper!

Share a Camper:

Share a Camper ist wie AirBnB nur für Campervans. Klasse! Hat Thomas zufällig entdeckt. Die ganze Seite ist auch noch sehr klein und daher noch unbekannt. Wir haben unser Mobil bei Maja gemietet, sie ist Deutsche und wohnt nun in Neuseeland. Die Abholung lief super unkompliziert, Maja war sehr flexibel!

Ihr Camper hat alles was man braucht! Es ist ein normales Wohnmobil und somit kein umgebauter Bulli oder sonstiges. Platz en masse!

Kosten: 2.800€ für 23 Nächte.
Ab 3 Wochen ist es eine Langzeitmiete und der Preis muss angefragt werden. Achtung, dass ist wie bei AirBnB von Vermieter zu Vermieter unterschiedlich!

Falls Share a Camper mal teurer wird oder es keine Verfügbarkeiten gibt, hier alle Alternativen die wir so auf den Straßen gesehen haben:

Maui, Britz, Jucy, Kiwi Campers, Wendekreisen, Wicked Camper (Auto mit Zelt auf dem Dach), Happy Campers, Mighty, Hugo campers, Space Ships, Apollo/ Star RV, Happy Camper, Discover NZ, affordable motorhomes, freedom camper, Tui camper, roadrunners, rocket campers, euro campers

Diese kosten für die gleiche Saison und für ein richtiges Wohnmobil (Motorhome) ca. 5.000€!!! Wir haben Mädels getroffen die Zelten mussten und noch über unserem Preis lagen! Share a Camper wird auf jeden Fall noch zur großen Konkurrenz für die ganzen teueren Anbieter.

Einkaufen in Neuseeland:

Einkaufen ist gar nicht so einfach in Neuseeland. Es gibt gefühlte 2.000 Bonuskarten und Kombination wann wie wo man was kaufen kann und zu welchem Preis. 4 für 6NZD ist da noch das einfachste. Es geht weiter mit der New World Club Card, der Pac n safe Discount Card, Tankrabatten und und und. Wir haben immer im Pac n Safe oder New World eingekauft. Erstens weil hier die wenigstens Bonuskarten benötigt werden und Zweitens weil wir glaubten sinnvoll einzukaufen 🙂 Festgestellt haben wir auch, dass die Versorgung je ländlicher desto teurer wurde, drum war es sinnvoll für mehrere Tage einzukaufen. Es gibt zwar in jedem kleinen Dorf nen Laden, jedoch kostet der Käse statt 7NZD schnell mal 19NZD. Der Kühlschrank war bei uns immer gut gefüllt 🙂

Noch ein Tipp: Geht in den Läden vorher an die Kasse und fragt nach den Tourist Club Cards, damit bekommt ihr auch die Preise der Shopping Clubs, bzw. die Vorteile – wer die Bonuspunkte bekommt keine Ahnung…

Internet für unterwegs:

Die Handynetzversorung wird durch 2 Netze sichergestellt, Vodafone und ein anderes welches wir haben. Beide Netze sind in den Orten (Vodafone besser als unseres) ausgebaut. Es kann jedoch mal schnell vorkommen, dass man über 200 km keinen Handyempfang hat, und somit auch kein Internet. Die Welt ohne WhatsApp etc pp ist auch eine tolle, jedoch fehlen dann auch Google Maps der andere sinnvolle Apps.

Wir haben uns vorab eine 3UK Prepaid Karte bei eBay gekauft. Diese kostet um die 30€, hat 12 GB Datenvolumen die man über 12 Monate absurfen kann, unter anderem in Neuseeland. Ist nicht die schnellste Karte, nicht das beste Netz in Neuseeland, aber funktioniert und je nach Ort haben wir Netz oder halt eben nicht.

Hilfreiche Apps:

Camper Mate: Nützlichste App fürs Campen!

Hier findet ihr alle Campingplätze Neuseelands. Von kostenlosen (grün eingefärbt) über bezahlte Plätze (blau und lila eingefärbt) mit Bewertungen und Google Maps Verknüpfung zum Standort. Mit Hilfe dieser App haben wir all unsere Plätze rausgesucht.

Navigon 

Das ist einfach die beste Karten App für die ganze Welt! Sie kann man offline nutzen.
Die Karte für Neuseeland haben wir für 1 Monat „gemietet“ und kosten 4,99€. Die Basis App kostet nichts, man muss die einzelnen Länder mieten.

Lesestoff:

Wanderungen:

Rother Reiseführer:

Wir sind von den Rother Wanderführern absolut überzeugt. Wir haben circa 10 Wanderungen aus dem Buch gemacht. Die vorgeschlagenen Routen habe ich auch unabhängig vom Wanderführer als beste Wanderungen gefunden, von daher kann man sich auf die Auswahl gut verlassen.

Dumont Neuseeland Reiseführer:

Mir hat der Reiseführer nicht soo gut gefallen. Es enthält zwar Infos zu allen Orten und man bekommt viele Infos, aber mir hat die Aufmachung nicht so gut gefallen.
Was aber sehr hilfreich war, war die Reisekarte. Dort konnte man gut erkennen welche Orte noch so kommen usw. Fand ich ganz nett 🙂 Würde also darauf achten, dass der Reiseführer eine aufklappbare Karte hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.