Roadtrip durch Neuseeland Teil XII: Tipps rund um den Mount Cook

Oh ja, diese Strecke gefällt uns wieder 100x besser als der Süden. Man fährt durch viele Täler mit tollen Ausblicken auf die grünen Wiesen und Millionen Schafen.

Auf der Strecke von Lawrence, unserer letzten Übernachtung, bis zum Beginn des Lindis Pass haben wir keinen Halt eingelegt. Diese Strecke war ungeplant, auf dem Weg ist uns aber auch nichts besonderes aufgefallen.

Lindis Pass:

So wird der Streckenabschnitt über die Berge bezeichnet und ist daher als Alpine Highway ausgeschildert. Oben auf dem Gipfel gib es einen Lookout Point, dort hat man einen tollen Blick über den Pass. Einfach eine schöne Strecke!

Twizel und der Lake Pukaki

Die Stadt hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt 🙂 Das Panorama drum herum ist aber sehr hübsch! Von Lindis Pass kommend fährt man am Lake Ruataniwha vorbei. Das Wasser sieht sehr ungewöhnlich blau aus, krass! Ich würde glatt sagen, dass die Neuseeländer was ins Wasser getan haben, aber der Lake Pukaki, an dem wir übernachtet haben, sieht genau so aus.
Mit dem schneebedeckten Alpen im Hintergrund echt toll!

Camping:

kostenlos:
Standort: ca. 11 Kilometer von Twizel am Lake Pukaki. Campermate: Lake Pukaki Reserve. Der bisher schönste Campinplatz! Wow!

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Am nächsten Morgen haben wir uns von unserem hübschen Campingplatz auf den Weg zu nach Aoraki/ Mount Cook Village gemacht.

Aoraki Mt Cook – Ein Muss!

Die SH 80 hoch zum Mt Cook ist eine Sackgasse und besteht aus zwei Dörfern: Hooker Valley und Tasman Valley (im Visitor Center im Twizel bekommt man eine Broschüre mit Wanderungen dort). Die Straße dorthin ist eine „5 Sterne Plus Scenic Route“. So sagt es unser Reiseführer – und es stimmt!

Tasman Valley:

Wir haben uns entschieden erst ins Tasman Valley zu fahren, da wir im Hooker Valley eine längere Wanderung geplant haben und das Wetter für den übernächsten Tag noch besser aussah.

Das Valley ist sehr klein (besteht nur aus einem Klohaus und einer kleinen Hütte), man kann dort zwei Wanderungen machen, wir haben beide kombiniert:

1. Blue Lakes & Tasman Glacier View

Den Teil kann man allein gar nicht als Wanderung bezeichnen, dauert nämlich nur ca. 15 Minuten bis man zum Tasman View Point gelangt. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf den Tasman Gletscher und den Gletschersee. Wer nur wenig Zeit für die ganze Gegend Mount Cook hat, lohnt sich das.

Auf dem Weg runter biegt man rechts Richtung Blue Lakes ab. Die sind aber nicht blau, sondern grün 😉 Am Ende gelangt man schließlich auf eine Schotterstraße, die dann der Weg für die 2. Wanderung ist.

2. Ball Hut

Diese Wanderung ist nicht in der Broschüre vom Visitor Center vermerkt, aber im Rother Wanderführer. Hier ist es die Route 45 Ball Hut. Ausgelegt ist die Wanderung auf 6 Stunden, wir sind ca. 45  Minuten vor der Ball Hut umgekehrt. Gesamt waren wir 4h 45 Minuten (18 km) unterwegs.

Die Wanderung führt zunächst eine Weile über die alte Ball Hut Straße. Diese Route war aber schon vielen Steinlawinen ausgesetzt, sodass man dann teilweise über die Geröllfelder wandert. Ich persönlich fand das schon etwas gruselig über solche Steinlawinen zu laufen. Was da alles runter gekommen ist…. Ab und zu kommt man dann wieder auf die alte Straße. Diese enden dann nach ca. 7 Kilometern und man hat nun eine Sicht auf den schmutzigen Tasman Gletscher. Ab diesem Punkt wandert man über große Felssteine von Steinlawinen, wir sind noch ca. einen Kilometer weiter gelaufen, aber dann war mir das zu gruselig und wir sind umgekehrt. Thomas fand das alles halb so wild, weiß auch nicht was da mit mir los war, war nichts für mich. Es ging nirgends steil runter oder so, aber die Vorstellung auf Steinlawinen zu laufen fand ich total beängstigend.

Bis zu dem Punkt wo man das erste mal den Gletscher sieht würde ich die Wanderung empfehlen. Man hat auf der ganzen Strecke einen tollen Blick auf alle umliegenden Berge. Im Vergleich zu den anderen Wanderungen die wir bisher gemacht haben, war diese Wanderung aber eher eintönig, da man keine Höhenmeter gemacht hat.

Von dort sind wir zum Campingplatz im Hooker Valley gefahren.

Camping:

13 NZD pro Person (wir sind 2 Nächte geblieben)
Standort: DOC Camping Ground im Hooker Valley (im Mount Cook Village gibt es auch einen Campingplatz, aber der ist viel teurer). Auch wenn es dort ziemlich voll ist, ist es sehr schön! Versucht einen windgeschützten Platz zu ergattern! Der Wind geht ordentlich.

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Hooker Valley:

Das Hooker Valley besteht nur aus dem DOC Campingplatz und bietet sich als perfekter Startpunkt für Wanderungen an.

Hier haben wir auch zwei Wanderungen gemacht:

1. Mueller Hut/ Sealy Tarns/ Kea Point

Im Rother Wanderführer ist es die Route 42.
Startpunkt für diese 3 Ziele ist derselbe. Auf dem Weg zum Mueller Hut kommt man automatisch am Sealy Tarns Aussichtspunkt vorbei und zum Kea Point kann man am Ende oder Anfang der Route ca. 10 Minuten von der Strecke abweichen.

Unser Ziel war es zum Sealy Tarns Punkt zu wandern. Die ersten 10 Minuten läuft man gemütlich über einen kleinen Schotterweg. Ab dann gehts 2.200 Treppen und ca. 1h 15 Minuten bis dort hin. Mit einigen Pausen ist der Weg sehr gut zu laufen. Vor allem hat man einen phantastischen Blick ins Tal und auf den Mount Cook!

Da wir bei Ankunft am Sealy Tarns Point erst 11 Uhr hatten, haben wir uns entschieden noch weiter Richtung Mueller Hut zu laufen. Ab Sealy Tarns folgt man nun einem steilen Weg über Fels und Steingeröll. Auch der Part lässt sich gut meistern. Gestoppt haben wir aber dann zu Beginn des rießigen Schneefelds. Bis zur Mueller Hut wäre es noch ein Stück gewesen und das Schneefeld war viel zu groß, dafür waren wir nicht ausgerüstet. Daher sind wir auf demselben Weg zurück ins Tal.

Kurz vor Ende der Wanderung sind wir noch zum Kea Point abgebogen. Den sieht man schon vom Gipfel aus. Lohnt sich nicht wirklich.

Die Wanderung ist sehr zu empfehlen! Wir hatten top Wetter und somit einen geniale Aussicht. Gesamt dauert die Strecke ca. 4 Stunden

2. Hooker Valley

Der Hooker Valley Walk dauert ca. 2 Stunden und ist eine sehr angenehme Wanderung, keine Berge und (fast) keine Stufen. Gesamt sind es ca. 10 Kilometer. Im Rother Reiseführer die Nummer 44.

Im Vergleich zur Mueller Hut Route ist diese Wanderung nicht so der Burner, aber der Gletscher See am Ende des Route ist schon ganz nett. So kommt man am nächsten an den Mount Cook heran.

Wer nur Zeit für Tasman oder Hooker Valley hat, würde ich das Hooker Valley vorziehen.

Übernachten werden wir nochmal am Lake Pukaki.
Und dann steht schon unser letzter Punkt der Route auf dem Plan:

Lake Tekapo

Im Vergleich zum Lake Pukaki ist dieser See weniger spektakulär. Eigentlich ähneln sie sich auch ziemlich, ich fand den Lake Pukaki von den Farben des Sees aber viel beeindruckender. Am Lake Tekapo ist aber mehr los (mehr Restaurants).

Was tun am Lake Tekapo?

Mt John Wanderung

Im Rother Reiseführer ist es die Nummer 41. Wir sind von der „Stadt“ gestartet und wir haben ca. 3h für 14 Kilometer benötigt. Die Wanderung ist ganz nett, aber nicht so spektakulär wie die bisher anderen Wanderungen. Vielleicht auch etwas fies zu vergleichen, wenn man den Tag zuvor am Mt Cook war 🙂

Auf dem Gipfel des Mt Johns ist eine Sternwarte, hier ist wohl der Breitengrad (oder Längengrad, whatever) so optimal, dass man von dort viel mehr Sterne sieht als gewöhnlich. Eine Nachttour haben wir dort aber nicht gebucht. Man kann übrigens auch mit dem Auto hin, das kostet aber 5 NZD.

Die Wanderung haben wir verknüpft mit einen Gang zu der Kirche am Ufer der Stadt. Dort steht eine der meist gebuchtesten Hochzeitskirchen in Neuseeland. Ist aber auch echt ein netter Blick vom Altar auf das Bergpanorama.

Sterne gucken

Ein Stopp lohnt sich vor allem für das Nachtleben. Aber nicht in Form von wilden Partys sondern eher wegen den tollen Sternbildern. Von unserem free Camping aus hatten wir eine perfekte Sicht auf den Himmel, dieser lag nämlich sehr abgelegen und daher ist dort kein Licht zu sehen.
Meiner Meinung nach muss man daher keine Nachttour buchen.

Ich bin eigentlich schnell gelangweilt von sowas wie Sternen, aber das war echt toll! So viele Sterne habe ich noch nie gesehen!

Habt ihr nur wenig Zeit, würde ich aber den Lake Tekapo überspringen und nur einen kurzen Stopp einlegen. Wir hatten ein paar Puffer Tage wegen des Wetters eingeplant,  hatten aber am Ende Glück, sodass wir uns mehr Zeit lassen konnten.

Camping:

kostenlos
Standort: Campermate: Godley Peaks (nehmt die 2. Einfahrt!)

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Vom Lake Tekapo sind wir weiter Richtung Timaru.

Timaru:

Diese Stadt hat uns echt überrascht! Wegen unserer Puffertage haben wir dort einen spontanen Halt eingelegt. Hat sich gelohnt! Eine tolle Stadt, die man nun auch mal Stadt nennen kann. Es gibt viele tolle Restaurants. Empfehlenswert ist der Japaner Koji (es gibt 2 in der Stadt!), Sushi für wenig Geld und mega lecker!

Thomas hatte auch wieder Gelegenheit seine Pinguine in der Caroline Bay zu beobachten 🙂 Diesmal waren es aber Blauaugen Pinguine, die sich nicht von Menschen stören lassen. Der Ort wo die aus dem Wasser kommen war auch direkt am Camping.

Camping:

kostenlos:
Standort: Campermate: Caroline Bay (Achtung es dürfen nur maximal 8 Camper dort stehen)

Von Timaru aus sind wir weiter über die Scenic Inland Route nach Akaroa, unser letzter Halt. Akaroa liegt auf der Halbinsel in der Nähe von Christchurch. Die Stadt ist auch ganz cool und liegt an einer Bucht, die umgeben ist von Teletuby Hügeln 🙂

Akaroa

Camping:

kostenlos
Standort: Campermate: Akaroa Boat Ramp (Achtung, dort gibt es auch wieder nur 8 Plätze)

Hier endet unsere Route durch Neuseeland.

Möchtet ihr einen Gesamtüberblick unserer Route, dann wird euch dieser Artikel helfen.
Roadtrip durch Neuseeland: Gesamtroute, Tipps und Highlights

Viel Grüße,
Thomas & Julia

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