Inselhopping auf Hawaii – Aloha beautiful Kauai

Das erste mal machen wir die Erfahrung von einem Urlaubsort in den nächsten aufzubrechen, echt Wahnsinn! Alaska und Hawaii sind natürlich extreme Unterschiede. Umso toller war das Gefühl bei der Ankunft auf Hawaii die warme Luft auf der Haut zu spüren. Ich finds immer interessant wie so warme Temperaturen (besonders spät Abends) sich direkt auf die Stimmung auswirken. Nicht das wir schlechtes Wetter in Alaska hatten, aber Hawaii ist halt eine ganz andere Nummer. Aber so wollten wir es auch: nicht nur heiße und ähnliche Länder, sondern auch ab und zu etwas zum Abkühlen und starke Kontraste.

So kommen wir also nach 6 Stunden Flug (was uns auch verrückt vor kam, Hawaii so schnell zu erreichen zu können) am Flughafen an und sind auf einen Schlag in Hawaii Stimmung. All die Leute sind super entspannt, nix ist hektisch, das nimmt man direkt auf. Selbst bei der Landung auf Kauai wurde direkt hawaiianische Musik gespielt und ein Mai Tai ausgeschenkt, läuft!
Und das Lied „Beautiful Kauai“ bekommt man so schnell nicht aus dem Kopf 🙂

Aloha Kauai

Unser Mietwagen erhellt unsere eh schon gute Stimmung nochmal um vielfaches, denn DAS ist Hawaii Feeling, genau so ein Auto, wo man das Dach abnehmen und los cruisen kann. Nur Augen offen halten, es kann schlagartig regnen 😉

Unser Jeep

Unsere Unterkunft

Nun ist auch das erste mal wo wir unsere Unterkunft nicht wechseln, yeah! Sieben Tage an einem Ort, ist ja fast wie zu Hause 🙂 Bis ganz in den Norden fährt man ca. 1 h, für uns war das angenehmer als die Unterkunft zu wechseln, weil wir nicht 6 Monate nur umziehen wollen. Nach Alaska war die Strecke auch nix für uns 😉 Generell ist die Insel so klein, da kann man mal schnell hin und her fahren. Vor allem ist man dann flexibler was das Wetter angeht. Wäre doof, wenn man in den Norden „muss“ und es dann nur regnet, daher ist die Ostküste optimal gelegen.

Wir hatten den Tipp von Freunden, dass das Kauai Shores in Kapaa super sein soll. Also haben wir gar nicht mehr großartig gesucht und das gebucht.
Klar ist man hier nicht für sich allein, aber wir fanden, dass es sich schon alles gut verläuft. Der Strand vor der Tür ist perfekt und eine Bar (Lava Lava Beach Club) gibt’s auch – was will man mehr 🙂 Können wir also empfehlen!

Der Lava Lava Beach Club scheint übrigens bei den Locals recht angesagt zu sein, denn viele haben uns die Bar empfohlen. Die perfekte Lage direkt am Strand macht einiges aus und es ist einfach chillig! Uns hat die Auswahl zum Abendessen nicht gefallen, wir waren dann meist zu Happy Hour da und haben uns bis 17 Uhr mit Chilli Cheese Fries oder Tacos (nur 3$!) vollgestopft ? Happy Hour für Bier (4$) ist bis 18 Uhr.

Was wir hier unternommen haben

Auf Hawaii startet der Tag früher, geht dafür auch nicht bis spät in die Nacht, das war zumindest unser Gefühl. Wir haben uns dem Rhythmus also nach und nach angepasst und sind schon gegen 7 Uhr aufgestanden, aber waren auch dementsprechend gegen 22 Uhr im Bett. Das Gute daran: Morgens waren wir aktiv und ab 14/ 15 Uhr haben wir es uns am Strand gut gehen lassen, eine gute Kombi. Kauai bietet so viel, da wäre es schade nur die Strände besucht zu haben.

Tagesausflug zum Waimea Canyon  und Koke’e State Park

Gleich am ersten Tag haben wir uns den Waimea Canyon angesehen, der auch der „Grand Canyon des Pazifiks“ genannt wird. Beim ersten Lookout kann ich das absolut nachvollziehen. Der Canyon leuchtet in all seinen Farben – das typische rot der schlammigen Erde bildet einen guten Kontrast zum satten Grün der Bäume.

Der Waimea Canyon Drive steigt von der Küste 30 Kilometer in den Canyon und zählt zu den spektakulärsten Autostrecken der Insel. Schaut nicht auf den Wetterbericht, das Wetter wechselt eh wie es will. Auch bei Regen sieht es toll aus!

Iliau Nature Loop

Den ersten Halt machen wir für eine Mini Wanderung (500m!), zu finden kurz nach dem Meilenstein 9. Hier kann man nämlich schon den ersten genialen Blick in den Canyon werfen.

Waimea Canyon Lookout

Nur ein paar Meter weiter kommt der Waimea Canyon Lookout:

Den nächsten Halt legen wir am Pu’u Hinahina Lookout ein. Hier machen wir spontan eine Wanderung in den Canyon.

Cliff & Canyon Trail

Länge: 5,1 km vom Lookout
Dauer: 2 h
Höhenmeter: 326 hm

Die Canyon Trails sind zu Beginn alle ausgeschildert. Wir entscheiden uns für die Wanderung zu den Waipo’o Falls über den Canyon Trail. Der Hinweg ist einfach zu laufen, denn es geht nur bergrunter oder geradeaus. Fast am Ende der Wanderung hat man schon einen tollen Blick in den Canyon und läuft über die typisch rote Erde. Am Ende sieht man einen kleinen Wasserfall, dort sind wir auch runter, der Abstieg ist auch einfach. Bei uns ist kurz der Regen rein gezogen, richtig schön! Hier einige Eindrücke:

Auf dem Rückweg, ca. den letzten Kilometer hat es dann wie aus Kübeln geschüttet 🙂 Laufen konnte man den Weg aber trotzdem noch ganz gut, auch wenn es etwas rutschig wurde.
Für eine kurze, nicht allzu anstrengende Wanderung in den Canyon auf jeden Fall zu empfehlen!

Kalalau Lookout

Der erste Ausblick auf die Napali Coast, unbeschreiblich schön! Die Form der Berge, die satten Farben und die Wolken, das muss man einfach mit eigenen Augen gesehen haben! Und uiii, hier wimmelt es vor Chinesen… Zu dem Zeitpunkt ist es etwas zugezogen und wir sehen den Reiseleiter gestikulierend auf seine Gruppe zukommen, wir glauben er wollte sagen: alles im Nebel, Rückzuuug!
Dabei muss man nur etwas Geduld haben, denn ja, dort ziehen ständig Wolken durch, aber es gibt auch einige Lücken, diese haben wir abgewartet!

Pihea Lookout

Dies ist der letzte Lookout auf dem Canyon Drive. Lange Zeit lang komplett alles in Wolken, in der Zeit sind wir den Trail hinter den Lookout etwas runter gegangen. Viel hat man aber von der Na Pali Coast nicht gesehen, aber trotzdem lohnenswert, denn die Farbe der roten Erde im Kontrast mit dem Grün der Büsche sieht einfach toll aus!
Thomas hat ein tolles Video in Zeitraffer gemacht:

Wanderung zu den Sleeping Giants

Länge: 5,9 km
Dauer: 2 h
Höhenmeter: 355 hm

Die Wanderung startet in Wailua am Telefonmast 38, so sagt es der Lonely Planet 🙂 Wir sind gegen 10 Uhr los gewandert, wer kann sollte früher los, denn es war ziemlich heiß! Der Weg hoch ist gut und einfach zu bewältigen, teilweise etwas matschig, aber passt schon. Auf dem Weg hoch hat man immer mal wieder eine tolle Sicht auf Wailua und das Meer. Für ein bisschen Bewegung am Morgen absolut zu empfehlen, danach haben wir uns faul an den Strand gelegt 🙂

Radtour über einen Teil des Kauai Path

Unser Hotel hat kostenlose Beach Cruiser angeboten. Die haben wir uns nachmittags daher mal für zwei Stunden geliehen und sind den Kauai Path ca. 10 Kilometer Richtung Norden an der Küste entlang gefahren. Nicht anstrengend und man hat geniale Aussichten!

 

Kajaken auf dem Wailua River

Anbieter: Kayak Waimea
Kosten: 60$ pro Person
Paddelweg: 6,6 km
Wanderweg: 4 km

Die Kajaktour geht gesamt ca. 5 Stunden, aber keine Sorge man paddelt nicht 5 Stunden! Meine Arme taten schon auf dem Hinweg mega weh, anscheinend bin ich etwas schwach in den Armen, gut das Thomas uns voran gebracht hat ? An dem Tag war es bei uns ziemlich windig, auf dem Hinweg war das gut, denn der Wind kam von hinten.
Einen Halt legt man an den Uluwehi Falls ein, die man nur durch eine solche Tour erkunden kann. Um dort hin zu gelangen muss man einen Fluss durchqueren. Puh der hatte eine ganz schön starke Strömung. Thomas der Flip Flops anhatte wollte nicht auf mich hören und die ausziehen und keine zwei Sekunden später hat sich der eine Flip Flop verabschiedet 😀 Meine feschen Trekkingsandalen haben sich mal wieder ausgezahlt!
Nach ca. zwei Kilometern durch einen tollen Dschungel kommt man an den Wasserfällen an. Hier laufen ganz viele Hühner rum. Unser Guide erklärte uns, dass die vor zig Jahren von Leuten auf die Insel gebracht wurden und Kauai die einzige Insel ist, die die Hühner nicht ausrottet (z.B. durch Marder).
Der Rückweg auf dem Kajak ist dann sehr anstrengend, denn der Wind peitscht drückt richtig schön von vorn!
Man sollte Mückenspray einpacken, hatten wir nicht gemacht. Die Tour hat uns gut gefallen und der Guide war spitze! Wer allerdings nur ein paar Tage Zeit hat, dem würden wir empfehlen lieber die Bootstour oder Wanderungen im Canyon bzw. an der Na Pali Coast zu unternehmen.

Die Na Pali Coast vom Boot aus

Anbieter: Captain Andys am Port Allen
Kosten: 160$ pro Person
Dauer: 5,5 Stunden

Die Erkundung der Na Pali Coast mit einem Boot stand bei uns ganz oben auf der Liste. Schon vom Waimea Canyon kann man einen ersten Blick erhaschen, per Boot sieht die Küste aber nochmal viel beeindruckender aus. Solche Formationen mit dem satten Grün sind sicherlich einzigartig.
Freunde haben uns die Speedboot Tour empfohlen, wir haben uns allerdings beim gleichen Anbieter für einen Katamaran entschieden. Das Ding an der Speedboot Tour ist, dass es zwar mega spaßig sein muss, wir aber gern Fotos machen und auf dem Boot chillen wollten. Unsere Freunde meinten, dass man sich bei der Speedboot Tour durchgängig festhalten muss, fanden es aber klasse.
Mit uns waren ca. 50 Leute auf dem Katamaran, wir hatten Frühstück, Lunch und alle Getränke inklusive. Ich frage mich wie das auf dem Speedboot war, denn die Wellen hatten es ganz schön in sich 🙂
Man fährt einmal komplett um die Küste rum bis zu den Hanakoa Falls, das sind die Falls, wo man vom Norden aus durch die Na Pali Coast hinwandern kann (Kalalau Trail).

Die Südküste

Nach der Bootstour die im Süden startet, haben wir uns direkt auch dort die Strände angesehen und sind zum „Spounting Horn“ gefahren. Ich würde es als Loch im flachen Felsen im Wasser beschreiben, aus dem eine Fontäne an Wasser schießt 🙂 Kann man mal kurz halten, sieht abgefahren aus:

Spounting Horn

Wer gerne Surfer beobachtet, de sollte am Shipwreck Beach halten. Hier donnern die Wellen nur so rein!

Kalalau Trail

Länge: 14,9 km
Dauer: 5 h
Höhenmeter: 598 hm

Der bekannteste und beliebteste Trail ist wohl der Kalalau Trail. Von hier sieht man die Na Pali Coast nochmal aus einem anderen Winkel. Die komplette Tour sind 35 Kilometer und man braucht eine Genehmigung ab einem bestimmten Punkt (muss man wohl sehr sehr frühzeitig buchen). Ohne Genehmigung kann man die ersten beiden Abschnitte zum Hanakapi’ai Beach und den Hanakoa Falls wandern, dies haben wir auch gemacht.
Der erste Teil führt vom Ke’e Beach (Start der Wanderung) zum Hanakapi’ai Beach. Bei uns war es super schlammig, daher sollte man unbedingt gute Wanderschuhe mit Profil anziehen, einfache Nikes sind nicht so praktisch. Trotz des Schlamms eine tolle Wanderung! Schon auf dem ersten Abschnitt (Hin 3,7 km) hat man eine super Aussicht auf die Na Pali Coast. Wir fanden beide Abschnitte gut zu wandern, es geht meist nur mäßig bergauf und oft auch geradeaus. Bei uns hat es auch sicherlich 5x geregnet, aber darauf muss man sich einstellen ? Bei den Temperaturen auch nicht schlimm.
Um zum Endpunkt des ersten Abschnitts zu kommen muss man das erste mal einen Fluss überqueren. Durch große Steine im Wasser kann man drüber hüpfen. Man sollte nur bei starkem Regen etwas vorsichtiger sein, aber da reicht der normale Menschenverstand.
Weiter geht’s zum zweiten Teil der Wanderung zu den Hanakoa Falls, bis dort hin sind es nochmal ca. 4 Kilometer pro Strecke. Man läuft nun ins Innere der Insel durch einen Dschungel und Bambuswälder, richtig toll! Auf diesem Abschnitt muss man zwei weiter male den Fluss überqueren. Ich persönlich fand diese Abschnitte einfacher zu überqueren als den Ersten zum Beach. Am Ende erwartet euch ein 90m hoher Wasserfall. In dem Becken kann man auch schwimmen.
Wer nur wenig Zeit hat, sollte nur den ersten Abschnitt machen, denn dort erlebt man das mini Na Pali Abenteuer und hat die besten Aussichten.
Tipp: Am besten zwischen 7.30-8.30 Uhr aufbrechen, sonst wird es sehr heiß!

Restaurants

Ehrlicherweise waren wir meist etwas faul und haben im Lava Lava Beach Club die Happy Hour genutzt… Zweimal haben wir es geschafft raus zu gehen und beide Restaurants als gut befunden.
1. Monico’s Taqueria – super mexikanisch, einfaches Restaurant
2. Kintaro – Japaner, hier sollte man reservieren

 

Nun sind unsere sieben Tage auf Kauai schon rum. Es war soooo schön, hier möchte ich nochmal hin! Durch den vielen Regen eine tolle saftige Landschaft. Kauai bietet so viel, man sollte definitiv nicht nur am Strand chillen, wir haben viele Aktivitäten am frühen Morgen gemacht und haben dann Nachmittags am Strand gelegen. Hawaii ist genau der Grund wieso wir alle Langstreckenflüge schon gebucht haben, sonst würde ich wahrscheinlich 6 Monate hier bleiben 😉

Bis bald auf Maui!

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