Amalfi Küste & Neapel – Tipps für ein langes Wochenende in Italien

Die 5. Jahreszeit steht vor der Tür! Heißt für uns ein langes Wochenende und raus aus Düsseldorf. Wir haben uns für ein Wochenende an der Amalfiküste in Italien entschieden und hatten volle drei Tage Zeit.

Unsere Reiseroute

Unsere Unterkunft

Agriturismo Nonno Luigino 

Wir haben uns bewusst gegen einen Aufenthalt in Neapel entschieden, da wir die Küste erkunden und nicht 3 Tage in einer Stadt verbringen wollten. Wir haben uns für einen kleinen Bauernhof in Vico Enquence entschieden, liegt hier und war perfekt für Ausflüge nach Pompeii, aber auch an die Amalfiküste:

Die Zimmer sind sehr einfach und sauber. Es gibt sehr süßes (nicht niedliches, haha!) Frühstück, aber völlig ausreichend. Etwas schade fand ich, dass sie beim Frühstück teilweise Plastikbecher für den Saft hingestellt haben, anstatt Gläser, gerade als Eco Unterkunft. Ein gutes Umweltbewusstsein hat irgendwie in ganz Italien gefehlt…
Außerdem haben sie ein gutes Restaurant und ganz wichtig: Parkplätze.
Auf jeden Fall zu empfehlen.

Bei der Wahl der Unterkunft sollte man unbedingt darauf achten, dass ein Parkplatz vorhanden ist. Gerade wenn man in den Städten an der Amalfiküste bleibt. Hier gibts fast nie Parkplätze und man muss pro Tag nochmal ordentlich drauf legen. UND: achtet darauf wie weit man in dem Fall vom Parkplatz zur Unterkunft laufen muss. In Positano z.B. sind wir an vielen Unterkünften vorbei gelaufen, wo man auch nicht kurz zum Ausladen halten kann, da es viiiiele Treppen hoch/ runter geht. Die Dörfer sind alle sehr sehr eng, wenn ihr also an der Straße parkt, dann sollte man ein Auto mit schon vielen Macken bekommen oder eine Versicherung haben.

Mietauto

Wir haben bei Locauto gebucht und haben ca. 8€ mehr gezahlt als vergleichbare Anbieter. Thomas der Trickser hat nämlich daran gedacht, dass die Schlange sonst zu lang ist und wir lieber 8€ mehr zahlen, anstatt der 10. in der Schlange zu sein. Bei Autovermietungen verstehe ich bis heute nicht, wieso die immer so lange brauchen, wenn man alle Daten schon online eingetippt hat. Also Tipp: immer den zweitgünstigsten Anbieter nehmen. Wir waren direkt dran 🙂

Unser kleiner Flitzer

Schon mal aus Vorwarnung: Die Italiener haben ihren Führerschein alle im Lotto gewonnen. So langsam verstehe ich, wieso in Deutschland so viele Führerscheine nicht anerkannt werden 😉 Aus einer werden zwei Spuren bei Abfahrten gemacht, Sicherheitsabstand kennt man überhaupt nicht und Einbahnstraßen und roten Ampeln sind oft nur Deko. Wie in Asien 😀

Ausflugtipps

Tag 1: Entlang der Amalfiküste

Von der Unterkunft nach Positano sind es ca. 40 Minuten.
Schon auf der Fahrt dorthin haben wir oft in den kleinen Parkbuchten gehalten. Dadurch das es im Februar recht leer war, war das auch nie ein Problem.

In Positano haben wir in einem „Parkhaus“ geparkt (5€ die Stunde), da wir uns dem Straßenrand nicht aussetzen wollten und auch die Schilder nicht deuten konnten, da sind sehr viele Politessen, auch in der Nebensaison!
Positano ist zu der Jahreszeit noch recht tot, aber trotzdem sehr hübsch. Einmal runter zum Stand muss sein.

Der Strand von Positano – menschenleer im Februar

Danach sind wir weiter in die Stadt Amalfi, dort war schon etwas mehr Leben und viele Geschäfte waren geöffnet. Hier kann man gemütlich bummeln. Danach gings nach Ravello, wo es auch eher tot aber hübsch war. Im Sommer ist es sicher toll mit all den großen Plätzen zum draußen sitzen.
Erst gegen Abend sind wir an der Küste zurück zu unsere Unterkunft gefahren.

Tag 2: Vulkan Vesuv, Pompeii und Sorrento

An Tag 2 stand der aktivste Vulkan Europs auf dem Plan. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass die Italiener auf so einem Pulverfass sitzen. Der Vulkan ist schon lange überfällig und selbst die besten Evakuierungspläne werden nicht ausreichen, um alle Anwohner aus der Gefahrenzone zu holen. Schon etwas gruselig!
Die Anreise ist recht easy: Mit dem Auto gehts bis zu diesem Parkplatz (https://www.google.de/maps/@40.8281024,14.4144131,17z ), von dort fahren nur noch Shuttelbusse das letzte Stück hoch (1€ p.P. hoch und runter). Der Bus bringt euch zum Eingang des Parks, wo man für x€ eine Permission kaufen muss. Und danb ab den Berg hoch. Ist aber nicht anstrengend! Oben erwartet euch ein solches Bild:

Auf dem Vesuv

Auf jeden Fall zu empfehlen. Wir waren ca. 1 Stunde vor Ort würde ich schätzen, also eine gute Aktivität am Morgen.

Danach sind wir weiter nach Pompeii. Die Stadt ist bekannt
Hier haben wir uns ca. 2 Stunden aufgehalten, manche nutzen wahrscheinlich den ganzen Tag, aber soooo interssant fanden wir es dann doch nicht 😉

In den Gassen Pompeiis

Zum Abschluss sind wir nach Sorrento gefahren. Die Stadt soll nicht sehr schön sein, aber das können wir nicht bestätigen. Es gibt eine kleine süße Einkaufsstraße und durchschlendern lohnt sich auf jeden Fall!

Die Innenstadt Sorrentos

Tag 3: Auf nach Neapel

Den Abreisetag haben wir uns für Neapel aufgehoben und haben unser Auto unten am Hafen auf einen bewachten Parkplatz namens Parcheggio Buono abgestellt (liegt hier).
Von dort ist man flott in der Stadt.

Für die Stadt haben wir keine besonderen Tipps. Wir sind durch die komplette Altstadt gelaufen, die ist echt hübsch. Aber irgendwie kommt man sich nicht vor wie in einer europäischen Stadt. Eher wie Mitten in Asien – was das Fahrverhalten und die Rollerdichte angeht, ebenso die zerfallenen Häuser, wie die Menschen leben, die kleinen Läden usw. Schon abgefahren!

Eine typische Gasse in Neapels Altstadt

Man sagt von Neapel, dass es zwei Seiten gibt: die alte und geschichtsträchtige Stadt und dann die völlig verdreckten Orten. Wir haben letzteres nicht wahr genommen – oder wir waren nicht in den „richtigen“ Ecken.
Für einen Tag jedenfalls eine interessante Stadt. Ich bin aber froh, dass hier nicht unsere Basis war, ist schon ziemlich voll und das im Februar.

Fazit

Für ein langes Wochenende war es ein toller Trip, aber für länger als die paar Tage könnte ich mir das nicht vorstellen. Entlang der Amalfiküste gibt es zwar Strandabschnitte, aber die sind alle mini, ich möchte nicht wissen wie es hier im Sommer aussieht. Ich habe mit Süditalien kein Asienfeeling verbunden, daher passen in meinen Kopf auch nicht diese typisch ungemütliche Restaurantatmosphäre. Mit Dolce Vita habe ich das gar nicht verbunden. Wahrscheinlich einfach Geschmackssache, aber für mich wars kein Highlight. Oder im Sommer ist es ganz anders, who knows…

Bis bald,
Thomas & Julia

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