Pfronten im Allgäu – Tipps für Wander- und Radtouren

Dieses Corona… wirft die Urlaubspläne von fast jedem durcheinander. Nur uns hat’s dieses Jahr gut getroffen. Wir haben unsere Urlaubspläne komplett offen gehalten, da ich zum Zeitpunkt des Urlaubs in der 30. Woche schwanger war/ bin und überhaupt nicht einschätzen konnte, zu was ich dann noch so in der Lage bin. Deutschland war von daher gesetzt – fliegen muss dann ja nicht mehr sein. Und tata, es wurde Pfronten im Allgäu! Zusammen mit meiner Schwester und ihrem Freund haben wir ein 4-er Appartement gebucht. In dieser Region liegen übrigens alle möglichen Schlösser, wie z.B. das Schloss Neuschwanstein.

Unsere Unterkunft – Das Dorf Chalet

Diese wunderschöne Unterkunft hat Thomas durch Zufall entdeckt. Auf Grund meiner „Umstände“ wollte ich nämlich gern etwas buchen, wo ich auch mal im Garten liegen kann oder auf einem schönen Balkon, falls ich nicht den ganzen Tag auf den Beinen sein kann.

Die Unterkunft liegt nicht in Pfronten Stadt, sondern im Ortsteil Röfleuten. In die Stadt läuft man ca. 15-20 Minuten. Wir fanden es in diesem Ortsteil viel schöner, die „Hauptstadt“ hatte nicht so viel Charme.
Wir haben das Appartement Platzhirsch gebucht. Gezahlt haben wir für 9 Tage ~1.400€ für 4 Personen, ein absolut fairer Preis für eine 100qm Bude und diesem wunderschönen Garten. Schaut euch hier einfach selbst mal auf der Seite um.

Es gibt einen Brötchen Service, ansonsten musste man sich selbst verpflegen. Weiter unten findet ihr noch einige Restaurant Tipps. Was auch cool ist, ist der Grillplatz, den man abends buchen kann. Hier haben wir 2x gegrillt, sehr gemütlich (liegt im Garten). Und die Unterkunft hat noch eine Almhütte namens Gundhütte, hier kann man sich donnerstags kostenlos hin und zurück bringen lassen und kann lecker essen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Königscard ist ebenfalls im Preis inklusive. Damit kann man super viel umsonst unternehmen. Wir haben es z.B. für Bergbahnen genutzt und für den Radverleih. Hier einfach mal durch die Angebote stöbern.

Aktivitäten

Wir sind normalerweise reine Wanderer, dieses mal haben wir uns für einen Mix aus E-Bikes (und Mountainbikes) und Wanderungen entschieden. Mehr als 12 Kilometer schaffe ich nämlich nicht mehr und mit den Rad kann ich deutlich mehr Strecke zurück legen.
Gemietet haben wir bei Sport Manhard, bei der Nutzung der Königscard ist ein Mountainbike jeden Tag umsonst, beim E-Bike bekommt man 1 Tag pro Aufenthalt geschenkt. Wir haben für 7 Tage gebucht und haben es auch genutzt um zum Start von Wanderungen zu kommen oder für Restaurantbesuche.

Radtouren

Insgesamt haben wir 4 Touren unternommen:

Durch Füssen und an verschiedenen Seen vorbei
Länge: 50 km
Höhenmeter: 760 hm
Dauer: ~3h 15

Diese Tour führt am Alp, Forggen- und Hopfensee vorbei und lässt sich sehr gemütlich fahren. In Füssen haben wir auch noch einen Stop eingelegt und die Stadt angesehen. Sogar das Schloss Neuschwanstein kann man sehen. Da wir aber noch eine extra Schlösserrunde geplant haben, sind wir nicht näher ran gefahren.

Über die Grenze
Länge: 38 km
Höhenmeter: 966 hm
Dauer: 3h 15

Unsere zweite Radtour war nicht ganz ohne. Die ersten Aufstiege waren recht steil und der Untergrund sehr locker. Als eine gemütliche Tour würde ich es nicht bezeichnen. Wenn man die ersten Höhenmeter hinter sich hat wird man allerdings mit einem tollen Blick belohnt! Mit dem E-Bike bin ich gut hochgekommen, musste aber ab und zu schieben, da es mir zu schwamming und steil wurde.


Durchs Tannheimer Tal, Lechtal & Vilstal
Länge: 65 km
Höhenmeter: 700 hm
Dauer: 4h 15

Diese Tour fand ich die beste! 65 km konnte ich im 8. Monat noch gut bewältigen und war sehr froh über mein E-Bike, eine tolle Erfindung!! 🙂
Der größte Teil führt durch Österreich und man fährt ausschließlich gute Radwege. Die letzten 15 Kilometer der Strecke haben wir so richtig den A*** nass bekommen, da lief es sogar aus den Schuhen – aber egal, war trotzdem super!

Um den Forggensee und zum Schloss Neuschwanstein
Länge: 64 km
Höhenmeter: 690 hm
Dauer: 3h 40

Dies war auch eine meiner Lieblingsrouten! Die Wege sind alle super gut ausgebaut und man kann einen kleinen Abstecher zum Schloss Neuschwanstein einbauen. Hier haben wir unsere Räder kurz angeschlossen und sind zur Marienbrücke gelaufen. Das ist DER Fotomotivspot! Durch die Reisebeschränkungen hatten wir so gut wie keine Wartezeit, nur ca. 15 Minuten. Normalerweise steht man dort bis zu 3 Stunden, um ein Foto von der Brücke zu bekommen.
Weiter geht der Weg dann am Forggensee vorbei. Ich liebe eine solche Kulisse, daher mein Favorit unter unseren Radrouten.

Wanderungen

  1. Von der Breitenbergbahn zur Bad Kissinger Hütte
    Länge: 8 km
    Höhenmeter: 637 hm
    Dauer: 2h 40 (reine Bewegungszeit)
    Start: Bergstation Breitenbergbahn

Hier haben wir Gebrauch von unserer Königscard gemacht und sind zunächst mit der Breitenbergbahn zur Bergstation gefahren (Fahrt kostet ~20€, mit Königscard umsonst). Es mag am regnerischem Wetter gelegen haben, aber wenn möglich würde ich auf einen Wochentag ausweichen, am Wochenende wars an der Talstation ziemlich voll.
Die Bad Kissinger Hütte kommt nach einer guten Stunde, hier kann man super einkehren 🙂 Nach dem Aufstieg eine wohl verdiente Pause. Trotz Regen war es eine schöne Wanderung über gut befestigte Wege!

Hier einmal unsere Route mit Höhenprofil:

2. Von Röfleuten zur Dinser Hütte
Länge: 12 km
Höhenmeter: 639 hm
Dauer: 3h 15
Start: Ortsteil Pfronten Röfleuten

Bei dieser Wanderung hatten wir ausschließlich Regen, daher kann ich leider nicht so viel zur bestimmt hübschen Aussicht sagen 🙂
Die Dinser Hütte liegt ca auf der Hälfte, leider hatte die bei Regen geschlossen. Sah sehr nett aus! Auch die Gundhütte liegt auf dem Weg. Da wir die Aussicht an einem anderen Abend von dort genießen konnten, kann ich euch sagen, dass der Blick super schön ist 🙂

3. Zur Falkensteinburg und Salober Alm
Länge: 13 km
Höhenmeter: 617 hm
Dauer: 3h 30
Start: Talstation Breitenbergbahn

Die Höhenmeter kommen direkt am Anfang bis man bei der Falkensteinburg angekommen ist. Der Anstieg erfolgt ausschließlich im Wald, daher bei Hitze und Regen eine gute Sache!
Einkehren kann man super in der Salober Alm, die ab 11.30 Uhr warme Küche anbietet! Leider hatten wir auch hier auf den letzten 5 km etwas Pech mit dem Wetter und sind wieder bis auf die Unterbux nass geworden, hat richtig schön geschüttet 🙂
Ich bin Fan von Wanderungen mit Aussicht, ist hier durch den Waldanstieg eher weniger gegeben. Ganz oben läuft man etwas auf dem Kamm und hat eine schöne Sicht, aber dann verschwindet man wieder im Wald.


4. Nesselwang Rundweg
Länge: 7,8 km
Höhenmeter: 256 hm
Dauer: 2 h 15

Da es mal wieder am regnen war, haben wir uns für eine kurze Wanderung an der Alpspitzbergbahn entschieden. Mit der Königscard kann man die Bahn umsonst nutzen, daher sind wir erst mal bis nach ganz oben gefahren. Von dort sind wir auf die Alpspitze und den Edelsberg gelaufen und am Ende ohne Bahnfahrt zurück ins Tal.
Trotz Regen hatten wir eine schöne Sicht, sogar aufs Schloss Neuschwanstein! 🙂

Restaurants

Auf Grund der Corona Zeit haben wir alle Restaurants einige Wochen zuvor reserviert. Am Wochenende auch sehr zu empfehlen, wenn man nicht warten will (auch in nicht Corona Zeiten).

Wir können folgende empfehlen:

  1. Oberer Wirt
  2. Braugasthof Falkenstein
  3. Gundhütte (gehört zum Dorf Chalet)
  4. Gasthof Adler (Leute, teilt, so große Portionen!!)

Was uns vom Ambiente nicht so gefallen hat, war der Gasthof Fallmühle. Zu den erstem beiden Restaurants kann man laufen (ca. 15 – 20 Minuten)

Fazit

Im Allgäu hat mir die Wanderregion um Oberstdorf besser gefallen, auch wenn ich das Dorf an sich zu touristisch fand. Sprich wenn es nochmal ins Allgäu geht, würde ich eher in diese Region fahren. Das Berchtesgadener kann sowieso nicht toppen 🙂 Hier einmal die direkten Links zu den beiden Zielen:

Bei Fragen immer gern!

Bis bald,
Thomas & Julia

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