Rundreise durch Südafrika Teil III: Die Gardenroute von Port Elizabeth bis Oudtshoorn

Juhu, hier beginnt der zweite Teil unserer Reise: die berühmte Garden Route. Wir haben schon viele verschiedene Meinungen gehört – manche fanden es total öde und manche super toll. Ich fand es gigantisch toll! 🙂

Wer den Artikel davor verpasst hat: Da waren wir im Osten von Südafrika unterwegs:
Rundreise durch Südafrika Teil II: Von Badplaas bis Hluhluwe

Die Route

Wer sich nicht so wohl fühlt bei einer Rundreise durch Südafrika (hallo Papa), dem kann ich eins sagen: die Strecke ist sowas von gut ausgebaut, hier muss man absolut keine Bedenken haben! Man merkt an den Häusern bereits den Unterschied zum Norden, alles wirkt deutlich wohlhabender und ich hatte noch kein einziges mal ein komisches Gefühl. Wir treffen gefühlt auch nur auf deutsche Rentner oder Familien mit Kleinkindern.

Ach übrigens muss ich meine Aussage zur Malerone zurück nehmen: Am 7. Tag hab ich auf einmal mega Ausschlag im Gesicht bekommen, es ist auch richtig hübsch angeschwollen, so sehe ich also mit 5 Kilo mehr aus… Hat etwas gejuckt uns sah seltsam aus, aber das ging nach 2-3 Tagen zurück. Der Körper braucht solange die Malerone abzusetzen…

Die Ankunft in Port Elizabeth

Port Elizabeth haben wir uns gar nicht angesehen, hier sind wir nur gelandet. Viele fahren von hier zum Addho Elephant Park. Da wir erst gegen 19 Uhr gelandet sind, haben wir beschlossen direkt im Airport Hotel zu bleiben. Das war auch die beste Entscheidung. Das Hotel liegt nur 200 Meter von der Ankunft entfernt und wir konnten am nächsten Morgen schnell unser Auto abholen – ebenfalls gegenüber vom Hotel – und los gings. Das Hotel heißt Road Lodge Port Elizabeth.

Den ersten Stopp haben wir in Jeffery’s Bay eingelegt.

Das Surferparadies Jeffery’s Bay

Wer wie wir früh morgens aus Port Elizabeth losfährt und kein Frühstück gebucht hat, kann hier eine optimale Pause einlegen. Bis zur Jeffery’s Bay fährt man eine gute Stunde.

Wir sind zum „Tasty Table“ direkt an der Küste gefahren, ein sehr tolles Café mit einer tollen Aussicht auf all die Surfer und das Meer. Besonders empfehlen kann ich das „Something Different“ – Spiegeleier mit Gurke auf einem Hummus Toast – klingt komisch, war aber extrem lecker ?

Von dort sind wir auf dem direkten Weg nach Plettenberg Bay gefahren. Links liegen gelassen haben wir zunächst den Tsitsikamma National Park, da wir den Park von Plettenberg aus besuchen werden.

Plettenberg Bay

Uiii, was ein toller Ort! Man merkt zwar direkt das hier die Kohle liegt, der Ort wirkt etwas künstlich, aber die Lage macht alles wett! Plettenberg Bay liegt direkt an einer Bucht und hat einen wunderschönen Strand. Hier kann man locker 3-4 Tage verbringen! Vor allem unsere Unterkunft hat sehr zur Begeisterung dieses Ortes beigepflegt…

Unsere Unterkunft

Aquavit Gueshouse, 3 Nächte

Wie toll können bitte Unterkünfte sein? Wir sind totale Fans von kleinen Guesthouses. Und das hier hat unsere Erwartungen sowas von übertroffen! Man wohnt eigentlich bei Einheimischen. Es gibt 5 Zimmer und alles ist sooo toll eingerichtet! Hach! Und das Beste: hier wohnen zwei Golden Retriever!! ? Und dann diese Aussicht auf die Bay… ich komme gar nicht aus dem Staunen heraus! Auch das Frühstück ist toll, total herzlich und schön zubereitet! Ich würde ich jedem empfehlen 2-3 Nächte zu bleiben, besser gehts nicht!

Was wir von Plettenberg Bay aus erkundet haben:

Der Lookout Beach

Diesen Strand sieht man als erstes, denn der Ort liegt direkt davor ? Wir konnten nicht direkt einchecken und haben daher einen kleinen Spaziergang gemacht. Dazu am besten am „Whale Tail Lookout Point“ parken (hier der Link zu Google Maps). Ein kleiner Weg führt runter zum Strand. Richtig hübsch!

Danach lohnt sich ein kühles Bierchen im „The Lookout Deck“ Restaurant, super Ausblick und der Salat mit Shrimps und Avocado war der Hammer (den hatten wir 3x zum Lunch…)

Plettenberg Bay - Lookout Beach

Der Tsitsikamma National Park

Auf dem Weg von Port Elizabeth nach Plettenberg Bay kommt man eigentlich schon an diesem Park vorbei. Wir haben uns aber bewusst dazu entschieden nicht dort unterzukommen, sondern lieber länger an einem Ort zu bleiben und die 45 Minuten von Plettenberg Bay wieder zurück zu fahren. Alternativ hätten wir auch mit all unserem Gepäck dort halten können, aber das war uns zu heikel.

Der Eintritt in den Park kostet 80 Rand p.P. und man kann locker einen Tag dort verbringen.
Der Park liegt direkt am Meer und es gibt zahlreiche tolle Wanderwege. Wir haben uns für den Waterfall Trail entlang der Küste entschieden.

Waterfall Trail

Länge: 7,4 km
Dauer: 2h30
Höhenmeter: 226 hm

Was eine tolle Strecke! Zu Beginn der Wanderung ist der Weg super gut ausgebaut und man muss nicht groß schauen wo man hin tritt. Die Aussicht ist einfach gigantisch!
Das letzte Stück der Wanderung führt über Geröll bzw. sehr große Steine. Da die Steine nicht locker und ziemlich groß sind, ist es nicht schwer, man muss nur etwas mehr hinschauen. Wir haben viele Wanderer mit Kleinkindern gesehen, also alles kein Problem.
Am Ende der Wanderung ist ein kleiner Wasserfall. Ich fands dort super schön! Viele haben sich dort auch abgekühlt 🙂 Eine traumhafte Wanderung.

Suspension Bridge

Diese Brücke ist das Aushängeschild des Parks und das am meisten fotografierte  Motiv – kann ich gar nicht verstehen. Ja, die Brücke liegt ganz hübsch bei einem Canyon, aber es ist halt nur eine Brücke, die auch irgendwie keinen Sinn hat. Meiner Meinung nach gibts allein auf dem Waterfall Trail viel coolere Motive.
Zur Suspension Bridge führt eine ca. ein Kilometer langer Holzstegweg. Deswegen finde ich die „Wanderung“ auch nicht so spannend… Naja, kurz gucken kann man, man verpasst aber auch nichts.

Auf dem Rückweg nach Plett haben wir noch kurz an der Bungee Jumping Brücke gehalten, die höchste Bungee Brücke Südafrikas. Kraaaanke Leute… 🙂

Bungee Jumping Brücke

The Point Wanderung im Robbenberg Nature Reserve

Man muss gar nicht weit fahren, denn nur ein paar Kilometer von Plettenberg Bay findet man das Robberg Nature Reserve!

Länge: 9,4 km
Dauer: 3 h
Höhenmeter:  380 hm

Ein Wort: Atemberaubend! Die Wanderung übertrifft die Wanderung im Tsitsikamma Park ein wenig.
Man hat die Möglichkeit verschiedene Längen zu gehen. Wir haben uns für die komplette Runde um den Berg entschieden. Dort bekommt man auch die schönsten Fotomotive zu bieten, meiner Meinung also jeden Schritt wert! Die Wanderung würde ich als sehr einfach einstufen, denn die meiste Zeit hat man gut ausgebaute Wege und muss nur am Ende ein bisschen über Steine laufen. Die Ausblicke sind einfach der Hammer! Die Wanderung macht aber nur bei sonnigen Wetter Sinn. Wir wollten die nämlich eigentlich einen Tag früher laufen, aber da hats geregnet und alles sah sehr trostlos aus.
Am Ende der Wanderung kommt man an einen wunderschönen Strand, das Wasser sah schon sehr einladend aus 🙂
Noch ein kleiner Tipp: unbedingt geschlossene Schuhe anziehen. Die erste Hälfte der Wanderung ist von Millionen von Ameisen bevölkert, keine Ahnung wo die herkommen… Man konnte keine 5 Sekunden stehen bleiben ohne die Viecher auf den Schuhen zu haben. Sehr seltsam!

Restaurantempfehlungen für Plettenberg Bay:

Unser Hotel hat uns schon Monate im Voraus Empfehlungen gesendet und uns gesagt, dass wir möglichst früh reservieren sollten. Das haben wir in der Tat gemacht, denn der Januar ist sehr beliebt und die besten Restaurants sind schnell ausgebucht. Folgende haben wir getestet:

Lookout Deck
Wie bereits oben erwähnt ein ganz tolles Restaurant direkt am Strand. Sehr chillig zum Lunch!

Nguni
Das Restaurant war das Beste! Wir hatten super leckere Vorspeisen und beide ein Steak mit super Beilagen! Dazu noch Wein und Wasser und gesamt zahlt man unter 50€, geilo! Auch die Atmosphäre ist total schön dort.

Fat Fish
Um auch mal etwas anderes als Steak zu essen kann man hier super Fisch essen. Ich war sehr positiv überrascht und fands extrem lecker! Die Bude war auch gerammelt voll, solll was heißen 😉

Zini
Dieses Restaurant war von der Ambiente auch sehr cool, nur fand ich das Steak und die Vorspeisen im Nguni viel besser. Die Beilagen beim Steak waren nicht so der Burner und die Vorspeisen waren nicht herausragend. Man macht auf keinen Fall einen Fehlgriff, wenn man dort hin fährt, aber dies wäre meine zweite Wahl. 

Auf nach Oudtshoorn

Nach der Wanderung im Robberg Reserve haben wir uns auf den Weg nach Oudtshoorn gemacht. Empfehlen würden wir nicht die direkte Strecke zu fahren, sondern über die R328, Google Maps stellt mir die Karte oben falsch dar… Die Strecke führt über einen Pass und die Landschaft ist super schön!
Wir hatten leider nur eine Nacht dort gebucht, hatten aber auch nicht damit gerechnet, dass wir am gleichen Morgen noch die Robberg Wanderung machen. Zwei Nächte lohnen sich schon in Oudtshoorn. Man fährt nämlich schon ein Stück ins Landesinnere, lohnt sich aber sehr, da die Landschaft komplett anders ist.

Unser Unterkunft

Earthbound B&B, 1 Nacht

Hier wäre ich gern länger geblieben. Die Unterkunft und die Zimmer sind total schön eingerichtet und man fühlt sich direkt wohl. Es gibt nur 6 Zimmer und daher ist es total persönlich. Absolut empfehlenswert!

Was wir in Oudtshoorn unternommen haben

Wirklich viel Zeit hatten wir nicht, daher haben wir vor Abfahrt Richtung Hermanus nur eine Straußenfarm angesehen.

Die Cango Ostrich Farm

Diese Straußenfarm ist die älteste in Oudtshoorn. Man zahlt 110 Rand p.P. und bekommt eine 45 minütige Führung. Ich fands super interessant! Man darf die Straußen auch füttern und lernt ganz viel über die Tiere. Reiten gibts hier nicht, was ich gut finde!

Von Oudtshoorn haben wir uns auf den Weg nach Hermanus gemacht. Eins kann ich schon sagen: der Weg dorthin war gigantisch! Bilder und Route folgen in diesem Beitrag:

Rundreise durch Südafrika Teil IV: Die Weinregion Hermanus & Stellenbosch

Fazit

Plettenberg Bay und Umgebung hat mir super gut gefallen, die Wanderung sind einfach der Hammer! Wer länger Zeit hat, sollte hier 4 Nächte bleiben, allein schon wegen dem Essen und der Aussicht 🙂 Es gibt so viele gute Restaurants!
Zudem würde ich in Oudtshoorn noch eine Nacht länger bleiben. Das Landesinnere ist von der Landschaft her komplett anders und sehr hübsch!

Ihr sucht eine Gesamtübersicht unserer Reise durch Südafrika? In diesem Artikel haben wir Tipps zur Route, unsere Hotels und die Highlights zusammengefasst:
3 Wochen Rundreise durch Südafrika: Route, Highlights & Tipps

Bis bald,
Thomas & Julia

 

Eine Antwort auf „Rundreise durch Südafrika Teil III: Die Gardenroute von Port Elizabeth bis Oudtshoorn“

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