3 Wochen Rundreise durch Südafrika: Route, Highlights & Tipps

Südafrika steht auf unserer Top Länder Liste sehr weit oben! Das schöne für uns ist die Vielfältigkeit und die Kombination aus Faktoren, die wir im Urlaub sehr schätzen. Dazu gehört Bewegung in Form von Wanderungen mit tollen Ausschichten. Wir lieben & genießen gutes Essen – Südafrika ist wie gemacht für Schleckermäulchen 😉 Alles ist super günstig und verdammt lecker, allein die Steak Preise sind der Hammer. Zudem lieben wir es mal die Seele baumeln zu lassen, am Pool oder Meer zu liegen und einen Weinchen mit genialer Aussicht zu trinken. Auch dafür ist das Land optimal, vor allem die Garden Route!
Zusammengefasst: Südafrika, du hast mein Herz erobert, wir kommen wieder!

In diesem Artikel fassen wir unsere dreiwöchige Route zusammen. Wir geben Tipps zu Wanderwegen, listen auf in welchen Hotels wir untergekommen sind und was man an der Route optimieren kann. Leider mussten wir drei Tage der Reise kürzen, daher haben wir 1-2 Sachen nicht machen können.

Auf einen Blick:

Reisezeit: 12.01. – 04.02.2018
Reisedauer: 24 Tage
Route: Johannesburg, Sabi Sands Game Reserve, Badplaas, Hluhluwe, Port Elizabeth, Plettenberg Bay, Oudtshoorn, Hermanus, Stellenbosch, Kapstadt

Man kann unsere Route auch in zwei Teile/ Urlaube splitten.

Der erste Teil der Route umfasst Johannesburg mit einer Safari bis runter nach Durban. Diese Strecke sind wir mit dem Auto gefahren und von Durban sind wir nach Port Elizabeth geflogen.
Die Route war eigentlich anders geplant, denn wir wollten an der Panorama Route halten und anstatt außen rum an Swaziland vorbei durchs Land fahren. Auf Grund von 3 Tagen Verspätung in der Anreise mussten wir etwas kürzen.

Der zweite Teil der Route ist die Garden Route von Port Elizabeth bis nach Kapstadt, die sind wir ebenfalls mit dem Auto gefahren.

Mietauto

Südafrika lässt sich am besten mit einem Mietauto bereisen. Ich hatte zu Beginn der Reise großen Respekt vor diesem Land, da die Kriminalität recht hoch ist und man überall darüber liest. Aber ich fand es dann gar nicht so schlimm. Wobei ich sagen muss, dass es rund um den Krüger/ Johannesburg manchmal schon etwas komisch war, welche Straßen wir fahren mussten. Aber es ging alles gut! Wir haben unsere Türen immer verriegelt um auf der sicheren Seite zu sein, es gab nie eine „gefährliche“ Situation. Daher klare Empfehlung: in Eigenregie reisen!
Worauf man achten sollte: Beim Tanken und Parken immer 5-10 Rand klein haben. Man tankt in Südafrika nicht selbst, sondern die Mitarbeiter, wofür man ein kleines Trinkgeld gibt.
Egal wo man parkt, es gibt immer Parkwächter, die auf dein Auto aufpassen. Sehr oft zwar selbst ernannte Wächter, aber wir fanden es klasse. Lieber so ein wenig Geld verdienen als Leute zu überfallen. Manchmal haben wir denen aber auch nix gegeben, z.B. auf Supermarkt Parkplätzen.
Bei der Automiete auf unbegrenzte Kilometer achten, sonst kanns teuer werden. Außerdem ein e-Toll Gerät mit mieten, viele Autobahnen muss man zahlen.

In Südafrika gibts zudem Uber – haben wir für Kapstadt 1-2 mal genutzt. Bietet sich z.B. an, wenn man Wein trinken möchte 🙂 Uber ist sehr sicher in Kapstadt und würde ich normalen Taxen vorziehen. Denn durch dein Handy bist du immer zu orten, verlässt der Fahrer die Route, wird sofort ein Sicherheitsdienst gesendet.

Die Highlights der Route

Ui, es gab so einige Highlights auf der Strecke:

Safari im Sabi Sands Game Reserve

Das Geld für ein Private Reserve in die Hand zu nehmen hat sich total gelohnt! Mit einem Guide kommt man super nah an die Tiere heran und muss sich nicht um die Sicht mit 10 anderen Autos streiten. Absolutes Highlight war die Elefantenherde!

Sabi Sands Game Reserve

Wanderung im Robberg Nature Reserve, Plettenberg

Die schönste Wanderung in Südafrika! Die 10 km einmal um die Insel sind leicht zu wandern und die Ausblicke sind gigantisch! Bei wenig Zeit meine erste Wahl!

Robberg Nature Reserve - The Point Wanderung

Waterfall Trail, Tsitsikamma

Auch diese Wanderung ist total schön und führt direkt an der Küste entlang. Am Ende kommt man zu einem Wasserfall und einem kleinen Becken zum Abkühlen!

Waterfall Trail - Tsitsikamma National Park

Die Landschaft in Oudsthoorn

Das Landesinnere ist sehr sehenswert, vor allem weil es ganz anders ist zum Rest entlang der Garden Route. Wir hatten hier leider nur einen Tag, mindestens 2 Nächte machen Sinn.

Auf dem Weg nach Hermanus

Wanderung im Fernkloof Nature Reserve, Hermanus

Dieses Wandergebiet liegt direkt an der Stadt und man hat den besten Blick auf die Küste. Auch bei heißem Wetter gut zu machen, da der Weg kaum ansteigt und sehr einfach zu laufen ist. Zeitaufwand nur 1-2 Stunden je nach Route.

Fernkloof Nature Reserve - Hermanus

Relaxen auf einem Weingut

Die Garden Route ohne Stellenbosch, Franschhoek oder Parl ist unvorstellbar 😉 Wir fanden Stellenbosch super, denn wir waren auf einem einsamen Weingut ohne Trubel.

Stellenbosch

Kapstadt- Wanderung zum Lions Head und Tafelberg

Beide Wanderung sind toll und bieten super gute Aussichten auf die Stadt. Der Tafelberg ist eine Ganztageswanderung, der Lions Head ist auch an einem Vormittag zu machen.

Wanderung zum Tafelberg - Auf dem Plateau

Kapstadt – Relaxen am Clifton Beach

Wer nach einem tollen Strand sucht ist in Clifton gut aufgehoben. Es wirkt zwar alles sehr künstlich, aber der Strand ist einfach super. Am Beach 4 gibt’s auch Sonnenschirme.

Clifton

Kapstadt – Fahrt über das Kap der guten Hoffnung

Man kann von Kapstadt aus einmal den Südzipfel mit einigen Stopps abfahren. Dazu zählt: Muizenberg, Simons Town (Pinguine), Kap der guten Hoffnung, Chapmans Peak und Clifton. Eine super Tagestour!

Chapman's Peak Drive

Kapstadt – Oranjezicht City Farm – Market

Mal etwas anderes: ein Fressmarkt – Wer kann da schon nein sagen? Ein echt süßer Farmers Market, der jeden Samstag von 9-14 Uhr beim Stadion stattfindet.

Oranjezicht City Farm – Market

Nicht als Highlight aufgelistet habe ich den Teil zwischen Sabi Sands bis runter nach Durban. Der Grund: wir hatten durch drei Tage Verspätung in der Anreise etwas Zeitdruck und sind sehr schnell durch diesen Teil gefahren. Die Strecke war landschaftlich gigantisch, aber wir waren zu kurz dort.

Schnellübersicht der Tage & Hotels

Da wir im Januar, also der Hauptreisezeit nach Südafrika gereist sind, haben wir alle Unterkünfte schon im Voraus gebucht. Die Südafrikanischen Ferien gehen bis Mitte Januar, wenn möglich darauf achten.

3 Nächte: Sabi Sands Game Reserve
3 Nächte Safari sind optimal. Man kann an mindestens 6 Pirschfahrten teilnehmen und hat eine sehr gute Chance alle Tiere zu sehen. Den Krüger Nationalpark haben wir komplett ausgelassen.
Details hier

Übernachtung: Elephant Plains , 1 Nacht und Inyati Game Lodge, 2 Nächte – beide super genial

1 Nacht: Badplaas
Da wir auf Grund meiner Ohren erst später fliegen konnten, haben wir diesen Ort spontan eingebaut und sind nicht über Swaziland gefahren. Die Fahrt war toll und der Ort liegt sehr schön, nur keine Ahnung was man da so machen kann – hübsch wars! 🙂
Details hier

Übernachtung: Forever Resort Badplaas, 1 Nacht – ok, aber nichts tolles

2 Nächte: Hluhluwe
Von Hluhluwe aus sind wir einen Tag nach Santa Lucia gefahren und haben dort eine Nilpferd Safari gemacht. Nachts soll das auch toll sein, das haben wir leider nicht gemacht.
Details hier

Übernachtung: Ama Zulu Guesthouse & Safaris, 2 Nächte – mega Unterkunft!

1 Nacht: Port Elizabeth
Wir hatten uns für einen späten Flug von Durban nach Port Elizabeth entschieden und sind direkt am Flughafen neben der Autovermietung geblieben um am nächsten Morgen die Garden Route zu beginnen. Die Stadt haben wir uns nicht angesehen.
Details hier 

Übernachtung: Road Lodge Port Elizabeth, absolut ausreichend für eine Nacht

3 Nächte: Plettenberg Bay
Auf dem Weg von Port Elizabeth nach Plett haben wir in Jefferys Bay zum Frühstücken gehalten. Außerdem waren wir von Plett aus einen Tag im Robberg Nature Reserve und einen Tag im Tsitsikamma Park wandern – beide haben tolle Wanderstrecken!
Details hier 

Übernachtung: Aquavit Gueshouse, mega genial, beste Unterkunft auf der Garden Route

1 Nacht: Oudtshoorn
Dieser Ort ist wegen der Straußen bekannt. Die haben wir uns auf der Cango Ostrich Farm angesehen. 1 Nacht ist etwas kurz, die Landschaft dort ist nämlich total schön!
Details hier 

Übernachtung: Earthbound B&B, super schöne Unterkunft!

2 Nächte: Hermanus
In Hermanus kann man viel Zeit draußen verbringen. Wir waren einen Tag im Fernkloof Nature Reserve wandern und haben die Weinregion in Hermanus erkundet. Zudem ist der Cliff Walk entlang der Küste sehr hübsch.
Details hier

Übernachtung: The Potting Shed, 2 Nächte – süße Unterkunft!

3 Nächte: Stellenbosch
In Stellenbosch haben wir 3 Tage richtig gegammelt und fast nichts unternommen…
Details hier

Übernachtung: Clouds Estate, 3 Nächte – meeegaaa tolle Unterkunft!

6 Nächte: Kapstadt
Kapstadt hat genug zu bieten um 5-6 Tage locker zu füllen. Wer nicht gern wandert, dem werden auch 4 Tage reichen.
Details hier

Übernachtung: Acorn House – klasse Unterkunft!

Was wir anders machen würden

Wie oben schon kurz erwähnt, mussten wir etwas an der Route ändern. Es gibt ein paar Punkte die ich nun anders planen würde:

Tipps für die Strecke Johannesburg – Hluhluwe

  • Von Johannesburg erst nach Hazyview oder Graskop fahren und dort 2 Nächte bleiben, um die Panorama Route zu sehen. Die mussten wir leider komplett auslassen.
  • Bei Zeitmangel würde ich den Teil ab Sabi Sands in den Süden auslassen oder alternativ mehr Zeit verbringen – wir sind da etwas durchgehetzt.
  • Hluhluwe war zwar für uns total entspannend (wegen der tollen Unterkunft), aber Santa Lucia und die Nilpferde kann man auch gut auslassen, vor allem wenn man die Tiere schon im Sabi Sands/ Krüger gesehen hat.

Worüber man sich Gedanken machen muss:

  • Der Januar ist Hochrisiko Gebiet für Malaria rund um den Krüger Park. Da ich die Malerone Tabletten nicht gut vertragen haben (angeschwollenes Gesicht mit Ausschlag), würde ich im Januar nicht mehr in den Nordosten reisen. Wir hatten zwar keinen einzigen Mückenstich, aber es wäre leichtsinnig keine Prophylaxe zu nehmen. Auf der anderen Seite waren es auch die 3 besten Tage überhaupt, der Ausschlag kam erst 7 Tage später 😉

Tipps für die Garden Route: Port Elizabeth bis Kapstadt

Hach, diese Strecke hat mir so gut gefallen, hier kann man locker 3 Wochen bleiben. Bei 2-3 Wochen Zeit würde ich auch nur die Garden Route empfehlen  und die dafür im vollen Umfang genießen.

Meiner Meinung nach hatten wir die perfekten Anzahl der Tage und hätten aber locker an manchen Orten wie Plettenberg Bay oder Hermanus noch eine weitere Nacht dran hängen können.

Die einzige Änderung die ich empfehlen würde, sind zwei anstatt einer Nacht in Outdshoorn zu bleiben. Der Umweg ins Landesinnere lohnt sich nicht so wirklich für eine Nacht.

Wer Details zu den Strecken sucht, hier die Direktlinks:

Rundreise durch Südafrika Teil I: Drei Tage Safari im Sabi Sands Game Reserve
Rundreise durch Südafrika Teil II: Von Badplaas bis Hluhluwe
Rundreise durch Südafrika Teil III: Die Gardenroute von Port Elizabeth bis Oudtshoorn
Rundreise durch Südafrika Teil IV: Die Weinregion Hermanus & Stellenbosch
Rundreise durch Südafrika Teil V: Tipps für Kapstadt & Umgebung

Bei Fragen meldet euch gern.
Thomas & Julia

3 Antworten auf „3 Wochen Rundreise durch Südafrika: Route, Highlights & Tipps“

  1. Hallo ihr zwei,
    eure Rundreise hört sich wirklich klasse an.
    Dazu habe ich ein paar Fragen:
    wir haben vor, im Juli dieses Jahr nach Afrika zu reisen und überlegen, wie wir die Reise gestalten können, um sie möglichst individuell und wenig touristisch zu halten.
    Wie lange wart ihr denn auf Safari? Hat euch das gereicht oder hättet ihr gerne mehr gesehen?
    Und, glaubt ihr, dass eure Reiseziele auch im Juli gut bereisbar sind?
    Darf ich fragen, wie hoch eure Kosten inkl. der Flüge waren?
    Vielen Dank schonmal

    1. Hey Andrea,
      wir haben 3 Nächte im Sabi Sands Park verbracht, meiner Meinung nach reicht das völlig aus. Wenn ihr eine Unterkunft im Park bucht, sind meist die Pirschfahrten inklusive, also mindestens 6 Fahrten. Wir haben alle Tiere gesehen und noch einen Tag länger hätte ich nicht gebraucht. Verbinden würde ich das noch mit der Panorama-Route, die mussten wir leider auslassen. Die Route ist im Juli super, da dort beste Reisezeit für Safaris ist. Für den Süden sieht es laut Klimatabelle nicht so optimal aus, wir waren im Januar dort. Wir haben den größten Anteil der Reise an der Garden Route verbracht, ich persönlich würde dort im Juli mit 11 Regentagen eher ein anderes Ziel wählen, aber man kann natürlich auch Glück haben. Das tolle am Süden ist der leckere Wein, das gute Essen, die tollen Strände – aber eben auch nur im Sommer 😉 Vielleicht lohnt sich sonst auch nur eine Woche und dafür nur den Norden.
      Wir sind damals von Vietnam aus nach Südafrika und von dort weiter nach Chile, daher werden euch die Kosten nicht helfen 🙂 Ich habe jede Unterkunft verlinkt, da könnt ihr euch die Preise ansehen.
      Viel Spaß,
      Julia

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